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Ostholsteiner Anzeiger

19. Oktober 2017 | 00:13 Uhr

Aktion : Adventslicht hilft Kindern in Not

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Spendenaktion des Ostholsteiner Anzeigers in Zusammenarbeit mit Kinderschutzbund Ostholstein für den Elternunterstützungsfonds.

von
erstellt am 01.Dez.2013 | 09:00 Uhr

Es gibt viel Not auf der Welt. Doch man muss nicht sehr weit schauen, um Menschen zu finden, die Hilfe brauchen. Trotz aller sozialstaatlicher Instrumente gibt es auch in einem reichen Land wie der Bundesrepublik viele Arme – und es werden immer mehr.

Wenn Familien in Not geraten, dann sind es immer Kinder, die besonders lei-den. Sie stehen im Mittelpunkt der vorweihnachtlichen Spendenaktion „Adventslicht“ des Ostholsteiner
Anzeigers in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kinderschutzbund, Kreisverband Ostholstein.

Kindern in unserer unmittelbaren Nachbarschaft, hier im Kreis Ostholstein, soll die Möglichkeit eröffnet werden, eine Offene Ganztagsschule zu besuchen, ein warmes Mittagessen zu bekommen und nicht zuletzt die pädagogische Förderung samt Hausaufgabenhilfe in Anspruch zu nehmen, mit denen die offenen Ganztagsschulen verbunden sind.

Das ist doch ganz selbstverständlich, mag mancher denken, dass Kinder eine Offene Ganztagsschule besuchen können. Und bei Hartz-IV-Familien übernimmt die Kosten bestimmt der Staat.

Irrtum. „Aus dem Bildungs- und Teilhabepaket gibt es für den Besuch der Ganztagstagsschule lediglich 10 Euro monatlich für soziale und kulturelle Teilhabe pro Kind. Die Teilnahme am Mittagessen kostet für ein Kind nocheinmal 2,80 Euro täglich, von denen die Eltern 1 Euro pro Kind zahlen müssen“, rechnet Henning Reimann vor. Er ist Geschäftsführer des Kinderschutzbundes, Kreisverband Ostholstein, der in Neustadt sitzt. Insgesamt 55 Einrichtungen unterhält er in Ostholstein, die Kindern oder benachteiligten Menschen helfen.

Zu den Einrichtungen für Kinder gehören 13 Offene Ganztagsschulen in Ostholstein von Burg bis Stockelsdorf. Allein im Raum Eutin unterhält der Kinderschutzbund die Ganztagsschulen in Malente, Pönitz, Hutzfeld und Süsel. Von der Aktion Adventslicht wird aber auch die Offene Ganztagsschule an der Albert-Mahlstedt-Schule Eutin bedacht, die vom Ortsverein Eutin des Kinderschutzbundes getragen wird.

Der Elternunterstützungsfonds des Kinderschutzbundes ist dazu gedacht, Kindern den Besuch dieser Einrichtungen zu ermöglichen, deren Eltern es aus unterschiedlichen Gründen nicht bezahlen können. Angesichts des Bedarfes reicht das Spendenaufkommen bei weitem nicht: „Dieses Jahr haben wir einen Bedarf von etwa 20 000 Euro, bislang aber erst 14 000 Euro an Spenden eingenommen“, sagt Henning Reimann. Im Schnitt werden aus dem Fonds 50 Euro für bedürftiges Kind pro Monat bezahlt.

Und es sind nicht nur Kinder aus sogenannten Problemfamilien (siehe Beispiel unten auf der Seite), denen der Besuch einer Offenen Ganztagsschule verwehrt wird: „Mit großer Sorge sehen wir, dass viele Alleinerziehende dringend auf eine Nachmittagsbetreuung ihrer Kinder angewiesen sind, sie aber nicht bezahlen können, weil sie nicht genug verdienen“, schildert Henning Reimann. Solche Alleinerziehende, in der Mehrzahl Frauen, stünden dann davor, ihre Arbeit aufzugeben und vollständig von Hartz IV zu leben, damit sie sich um ihre Kinder kümmern können.

Und bei Problemfamilien ist es besonders bedauerlich, wenn Kinder nicht in den Genuss eine Ganztagsbetreuung und eines regelmäßigen Essens kommen: Es sind
gerade jene Kinder, die ganz besonders Unterstützung bräuchten.

 

 

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