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Ostholsteiner Anzeiger

22. Oktober 2017 | 14:38 Uhr

98 Einbürgerungen allein in diesem Jahr

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Menschen aus über 25 Nationen erhielten in Ostholstein den deutschen Pass

von
erstellt am 10.Dez.2013 | 00:33 Uhr

Im Kreis Ostholstein erhielten in diesem Jahr 98 Menschen ausländischer Herkunft die deutsche Staatsbürgerschaft. Ihre offizielle Einbürgerungsurkunde wurde ihnen nun im Eutiner Kreishaus von Landrat Reinhard Sager verliehen.

„Ich bin erneut beeindruckt, dass so viele Menschen die deutsche Staatsbürgerschaft erwerben wollen und nun auch erworben haben“, betonte dieser in seiner Festrede. Die Zahl der Einbürgerungen sei im Vergleich zum Vorjahr um 60 Prozent gestiegen. Sager forderte die Neubürger aus 25 verschienen Staaten auf, aktiv an der Weiterentwicklung der deutschen Gesellschaft mitzuwirken. „Machen Sie von dieser Möglichkeit Gebrauch und bringen Sie ihre Familiengeschichten und Sprachen, Ihre Kulturen und Traditionen, Ihre Fähigkeiten, Träume Ideen und Werte für unser Land ein“, ermutigte er sie.

Die neuen deutschen Staatsbürger gelobten feierlich, das Grundgesetz und die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland zu achten. Mit der Einbürgerung haben sie nun eine Vielzahl von Rechten und Pflichten erworben, die im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verbrieft und ausschließlich deutschen Staatsangehörigen vorbehalten sind. Dazu gehören beispielsweise das Recht zu wählen und gewählt zu werden, das Recht auf Freizügigkeit innerhalb der Europäischen Union, das Recht auf selbständige Erwerbstätigkeit und der Schutz vor Ausweisung und Auslieferung in und an andere Staaten.

Interessant ist die Statistik über die Herkunft der Eingebürgerten. Die größte Gruppe stammt aus Polen (17 Personen), gefolgt von der Türkei (zwölf Personen) und Griechenland, Italien und Kasachstan (jeweils fünf Personen). Auf Einladung des Kreises Ostholstein finden seit Herbst 2009 in regelmäßigen Abständen Einbürgerungsfeiern statt, um die Integration der neuen deutschen Staatsangehörigen in einem festlichen Rahmen zu würdigen.

Der Hintergrund: Seit 2001 sind die Kreise und kreisfreien Städte für Einbürgerungen zuständig. Bis dahin wurde die überwiegende Zahl der Einbürgerungen durch das Innenministerium des Landes vorgenommen. Die Übertragung ging einher mit einer Reformierung des Einbürgerungsrechts. Im Jahre 2000 wurde die Einbürgerung von Personen mit langjährigem Aufenthalt erleichtert und eine einheitliche Gebühr eingeführt.

Nach dem Staatsangehörigkeitsgesetz müssen die Einbürgerungsbewerber über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen, die über einen Test nachzuweisen sind. Seit 2008 werden darüber hinaus auch Grundkenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik und der Lebensverhältnisse im Land verlangt. Besondere Integrationsleistungen werden durch eine Verkürzung der Regelaufenthaltszeiten gewürdigt.

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