Benz : 800 Jahre im Rückblick

Die 91-jährige Ilse-Maria von der Decken (Mitte), eine der langjährigsten Bewohner aus Benz, feierte mit ihrer Familie das Jubiläum mit. Von links: Ada von der Decken mit Tochter Pina, Lutz Westphal, Niki und Heike von der Decken, Theda von der Decken mit Tochter Hedda.  Fotos: Ahrens (5)
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Die 91-jährige Ilse-Maria von der Decken (Mitte), eine der langjährigsten Bewohner aus Benz, feierte mit ihrer Familie das Jubiläum mit. Von links: Ada von der Decken mit Tochter Pina, Lutz Westphal, Niki und Heike von der Decken, Theda von der Decken mit Tochter Hedda. Fotos: Ahrens (5)

Fließiger Organisator Fritz Kamkalow wurde am Sonnabend als erster Benzer mit dem Benz-Orden ausgezeichnet

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06. Juli 2015, 04:30 Uhr

„Lasst uns feiern“ war das Motto, dass Dorfvorsteher Fritz Kamkalow beim Festkommers zur 800-Jahr-Feier von Benz an die rund 100 Einwohner und Gäste am Freitagabend ausgab. Der sechsköpfige Festausschuss hatte sich für das dreitägige Fest einige Überraschungen ausgedacht und nahezu alle Benzer mit einbinden können.

Kamkalow wartete nicht nur mit einem bebilderten Streifzug durch die vergangenen Jahrhunderte auf, sondern ließ die Zeit, als Fürstbischof Christian August Benz im 18. Jahrhundert zum Gut erklärte, durch Mitglieder des Kieler Vereins „La Société Baroque“ wieder aufleben. Auch eine Kampfszene, in der der Gutsherr inkognito als „Graf von Benz“ am Kasseler Hof auf Brautschau ging und mit einem Rivalen kämpft, stellten der Benzer Prof. Helmut Grieser und Klaus Sommerschuh aus Kiel elegant nach. Musikalisch begleitete der Shantychor „Eutiner Wind“ durch den ersten Jubiläumsabend.

„Benz ist ein attraktives und aktives Dorf“, lobte Malentes Bürgervorsteher Rainer Geerdts. Zudem sei Benz attraktiv für Familien, da der Ort einen eigenen Kindergarten habe. Gute Erinnerungen habe der Bürgervorsteher an seine Zeit als aktiver Fußballer, in der die Benzer ein starker Gegner gewesen seien. Geerdts stellte auch fest, dass Malente, wie Malkwitz, Sieversdorf und Benz, auch vor 800 Jahren das erste Mal urkundlich erwähnt worden sei. Allerdings habe sich bisher noch keiner Gedanken um ein Fest gemacht.

Nahezu sprachlos war Fritz Kamkalow, als er für seinen stetigen und unermüdlichen Einsatz – und im speziellen bei den Jubiläumsvorbereitungen sowie dem Schreiben einer Festschrift – von Torben Facklam, Vorsitzender vom Dorfschaftsverein, mit dem neu ins Leben gerufenen „Benz-Orden“ ausgezeichnet wurde.

Der zweite Jubiläumstag begann mit einem Kinder- und Dorffest mit historischen Spielen. Eine Herausforderung wurde für alle Beteiligten der Festumzug, der mittags bei großer Hitze durch das Dorf zog. Auf dem Sportplatz an der Alten Schule ging der Tag nach einer großen Kaffeetafel mit Zauberern, Gauklern, Feuerspuckern und einer Volkstanzgruppe vom TSV Laboe weiter. Zum Tanz spielte am Abend die Gruppe „Bitter Lemon“ auf.

Mit einem Open-Air-Gottesdienst unter der Begleitung des Regionalchors und den Jagdhornbläsern des Hegerings Malente sowie einem abschließenden Frühschoppen klang das 800-jährige Jubiläum aus.  von Kerstin Ahrens
 

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