800-Jahr-Feier auf dem Weingut

Norbert Neu lädt zur 800-Jahr-Feier nach Malkwitz.
Norbert Neu lädt zur 800-Jahr-Feier nach Malkwitz.

Malkwitz feiert sein Dorfjubiläum am Wochenende mit Gedenkstein-Enthüllung, Spiel, Musik und Gottesdienst auf dem Ingenhof

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04. Mai 2015, 18:33 Uhr

Für Dorfvorsteher Norbert Neu und sein Team gibt es in diesen Tagen viel zu tun. Denn am kommenden Sonnabend, 9. Mai, wird ab 14.30 Uhr das 800-jährige Bestehen von Malkwitz auf dem Weingut „Ingenhof“ gefeiert.

„Es ist ein Fest der Dorfschaft und der Freiwilligen Feuerwehr“, betont Norbert Neu, der seit rund einem Jahr mit 25 Helfern das Jubiläum vorbereitete. Damit der Wettergott den Organisatoren und Gästen nicht zum Spaßverderber werden kann, wird in der Halle des Ingenhofs
gefeiert, der auch schon auf eine über 300-jährige Geschichte zurückblicken kann.

Dort eröffnet der Dorfvorsteher um 14.45 Uhr die Feierlichkeiten, zu denen sich neben Bürgermeister Michael Koch und Landrat Reinhard Sager auch der Landtagspräsident Klaus Schlie sowie die Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn (SPD) und Ingo Gädechens (CDU) angemeldet haben.

Einen kurzen Rückblick auf die Malkwitzer Dorfgeschichte gibt Elsabe Herholz, die an der Entstehung der 2012 veröffentlichten Ortschronik maßgeblich beteiligt war. Schon so viel vorab: Malkwitz, über die Jahrhunderte auch Malkevis, Malgvis und Malekevitz genannt, bedeutet „kleines Dorf“ und fand urkundlich im Jahr 1215 als bischöfliche Besitzung des Bistums Lübeck Erwähnung. Zu jener Zeit gab es in der Nähe noch eine Mühle und ein wendisches Dorf. Seitdem erlebten die Bewohner nicht nur Großfeuer und die Pest sowie Besitzerwechsel und Landreformen, sondern auch Kriege – allein aus dem Zweiten Weltkrieg kehrten 20 Malkwitzer nicht zurück.

Um an das 800. Jubiläum zu erinnern, soll ein Gedenkstein – ein roter Granit aus der Gemarkung Malkwitz – enthüllt werden. „Ich bin angetan, wie viel Geld zur Finanzierung der Gravur zusammengekommen ist. Das ist ein Zeichen, dass das Dorf dahinter steht“, ist Norbert Neu beeindruckt. Die Höhe der Kosten behält er für sich. Eine anschließende Kaffeetafel, für die die Frauen des Dorfes 30 Torten backen wollen, sorgt für eine Stärkung.

Musikalisch wird der Nachmittag und frühe Abend durch die Band „HiccUP“ mit Pastor Stefan Grützmacher, Frauke Scholz und Frank Westphal sowie den Spielmannszug Malente begleitet. Mit Hüpfburg, Kinderschminken, Ponyreiten und dem Besichtigen der Drehleiter der Feuerwehr Malente ist auch an die Jüngsten gedacht.

Zum Treffpunkt wird der Bierpilz zwischen 19.30 und 20 Uhr. Dann heißt es „Happy Hour“, in der es die Getränke zum halben Preis geben wird. Ab 20 Uhr beginnt mit der Band „Windwurf“ die Jubiläumsparty.

Mit einem Gottesdienst am Sonntag, 10. Mai, um 11 Uhr mit Pastor Stefan Grützmacher und Begleitung durch das Flöten-Ensemble der Kreismusikschule Eutin und den Landfrauenchor Malente endet die 800-Jahr-Feier auf dem Ingenhof.

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