Geisterfahrer in Ostholstein : 78-Jähriger fährt auf A1 zehn Kilometer in die falsche Richtung

Erst nach zehn Kilometern stoppte die Polizei die Irrfahrt eines Mannes aus dem Kreis Stormarn. Fahrer und Beifahrerin fanden den Weg nach Hause nicht.

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01. Juni 2015, 13:45 Uhr

Gremersdorf | Am späten Sonntagabend ist auf der A1 bei Gremersdorf (Kreis Ostholstein) ein 78-jähriger Mann mit seiner 82-jährigen Beifahrerin von der Polizei gestoppt worden. Die beiden waren in ihrem Opel in die falsche Richtung unterwegs.

Gegen 23 Uhr ging bei der Polizei der erste Notruf ein, dass ein Geisterfahrer auf der linken Fahrspur der Autobahn unterwegs sei. Der blaue Opel wurde zuerst an der Abfahrt Oldenburg-Süd gesichtet. Mehrere Polizeiwagen wurden alarmiert, um das Fahrzeug zu stoppen.

In Höhe Gremersdorf sperrten Beamte die Autobahn ab. Dort kam ihnen der Falschfahrer entgegen, der sich trotz eingeschaltetem Blaulicht, Leuchtanzeigen und Warnlichtern nicht beirren ließ und in Schrittgeschwindigkeit an den Beamten vorbeifuhr. Erst als die Polizisten die Tür des noch fahrenden Wagens aufrissen und den Fahrer lautstark zum Anhalten aufforderten, beendete der 78-jährige seine Irrfahrt.

Der Mann aus dem Kreis Stormarn und seine Beifahrerin wussten beide nicht, wo sie sich befanden, als sie als Geisterfahrer auf der Autobahn unterwegs waren. Ersten Erkenntnissen zufolge waren die beiden bereits seit dem Nachmittag unterwegs und fanden nicht mehr nach Hause.

Hinweise auf Alkohol- oder Betäubungsmittelkonsum konnten die Beamten nicht feststellen. Der Führerschein des Mannes wurde sichergestellt, eine Weiterfahrt wurde ihm untersagt. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs.

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