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Ostholsteiner Anzeiger

13. Dezember 2017 | 14:03 Uhr

6125 Plätze für Betreuung von Kindern

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Landrat Sager: Rechtsansprüche kreisweit erfüllt

von
erstellt am 29.Sep.2014 | 18:47 Uhr

Rechnerisch werden in Ostholstein alle Rechtsansprüche zur Betreuung von Kindern bis zum Eintritt der Schulpflicht erfüllt. „Die Kindertagesbetreuung ist bei uns auf bestem Wege“, sagte Landrat Reinhard Sager gestern im Kreistag. Die von ihm präsentierte Bedarfsplanung wurde von den Abgeordneten einstimmig gebilligt.

Für derzeit 4661 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren stehen in Ostholstein 4519 Plätze in Kindergärten bereit, die Versorgungsquote beträgt laut Kreisverwaltung 97 Prozent. Auch bei den Kindern unter drei Jahren gibt es aus Sagers Sicht keine Klagegründe: „Allen nachfragenden Eltern konnte ein Betreuungsplatz nachgewiesen werden. Der Kreis erreicht inzwischen bei der Betreuung der unter Dreijährigen eine durchschnittliche Versorgungsquote von 43,3 Prozent und übertrifft damit die vom Bund angestrebte Quote von 39 Prozent.“

Im Landesvergleich liege der Kreis Ostholstein im oberen Drittel. Diese positive Entwicklung sei in enger Abstimmung mit den Gemeinden und Trägern der Tagesstätten sowie durch die kräftige Finanzförderung von Bund und Land möglich geworden. Seit 2008 seien in den Ausbau der Kindertagesbetreuung für die unter Dreijährigen rund 10,8 Millionen Euro investiert und damit 805 Krippenplätze sowie 326 Plätze in Tagespflege geschaffen worden. Sager: „Zum 1. August 2014 gibt es damit für die unter Dreijährigen insgesamt 1606 Betreuungsplätze, davon 1070 in Tageseinrichtungen und 536 in der privaten Tagespflege.“

Der Landrat hob aber auch hervor, dass der demografische Wandel bereits greife. So würden die Geburtenzahlen regional in den nächsten 20 Jahren bis zu 30 Prozent zurückgehen. „Ziel unserer Bedarfsplanung ist es auch, die vorhandene Versorgungssituation und Betreuungsqualität im ländlichen Raum bei den zu erwartenden rückläufigen Kinderzahlen zu erhalten und den Entwicklungen sowie geänderten Anforderungen anzupassen“, erläuterte Sager.

Bis ins nächste Jahr hinein würden noch in einigen Gemeinden Neubauten erstellt. Für weitere Vorhaben müsse der Grundsatz der Umwandlung oder der konzeptionellen Veränderung in den bestehenden Einrichtungen der Vorzug vor Neubauinvestitionen eingeräumt werden, sagte Sager.

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