Einführung Donnerstag in Eutin : Christian Kiesbye wird der neue Polizeiseelsorger im Land

Avatar_shz von 04. August 2021, 14:34 Uhr

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Der 61-jährige Christian Kiesbye wird der neue Seelsorger der Polizei. Er übernimmt das Amt von seinem Vorgänger Volker Struve.
Der 61-jährige Christian Kiesbye wird der neue Seelsorger der Polizei. Er übernimmt das Amt von seinem Vorgänger Volker Struve.

Kiesbye übernimmt die Stelle von Volker Struve (50), der nach sechs Jahren als Polizeipastor ins Landesförderzentrum Hören und Kommunikation in Schleswig wechselte. Hier widmet er sich Gehörlosen und Schwerhörigen.

Eutin | Christian Kiesbye ist neuer evangelischer Seelsorger der schleswig-holsteinischen Landespolizei. Der 61-Jährige kommt aus Lübeck und war zuletzt zwölf Jahre Pastor bei der Bundespolizei. Am Donnerstag (5. August) wird Kiesbye in der Eutiner Michaeliskirche in sein neues Amt eingeführt. Er übernimmt die Stelle von Volker Struve (50), der nach sechs Jahren als Polizeipastor mit Beginn dieses Jahres in das Landesförderzentrum Hören und Kommunikation in Schleswig wechselte. Hier nimmt Struve sich als Seelsorger gehörlosen und schwerhörigen Menschen an. In seiner Kindheit habe Kiesbye zunächst eigentlich Lehrer werden wollen Christian Kiesbye wurde im Dezember 1959 in Schleswig geboren, hat sieben Geschwister. Seine Eltern bewirtschafteten einen Bauernhof. Später zog die Familie nach Hattstedt. In der Kindheit habe er zunächst eigentlich Lehrer werden wollen, erst später sei der Wunsch gereift, Theologe werden zu wollen. „Das Evangelium von der bedingungslosen Annahme des Sünders ist auch heute in einer Leistungsgesellschaft heilsam und lebensrettend“, erklärte Kiesbye seine Entscheidung für das Theologie-Studium. Zivildienst in der Blinden-Seelsorge der Nordelbischen Kirche Nach dem Abitur 1978 versah er in der Blinden-Seelsorge der Nordelbischen Kirche seinen Zivildienst. Nach dem Studium der evangelischen Theologie in Göttingen, Wien, Marburg und Kiel legte Kiesbye 1987 das erste Examen ab. Es folgten ein Vikariat in Bad Oldesloe und 1990 das zweite Examen. „Nach dem erfolgreichen Studium war ich elf Jahre Gemeindepastor auf Föhr“, berichtete Kiesbye dem OHA. Hier heiratete er 1991 seine Ehefrau Bettina. Auch die drei Kinder (Sohn und zwei Töchter) kamen auf Föhr zur Welt. Ich habe mir früher eigentlich nie vorstellen können, in einer uniformierten Behörde Pastor zu werden 2001 wechselte Christian Kiesbye als Gemeindepastor für acht Jahre nach Lübeck-Eichholz, um im September 2009 die Stelle eines Seelsorgers bei der Bundespolizei-Akademie in Lübeck und der Bundespolizei-Direktion Bad Bramstedt mit Zuständigkeit für Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zu übernehmen. „Ich habe mir früher eigentlich nie vorstellen können, in einer uniformierten Behörde Pastor zu werden“, räumt Christian Kiesbye ein. Zwölf Jahre blieb der evangelische Kirchenmann bei der Bundespolizei. Es seien gute Jahre gewesen, konstatierte er rückblickend. Der Vertrag sei jedoch Mitte dieses Jahres ausgelaufen, eine Verlängerung wäre nicht möglich gewesen. Ein Wechsel als Seelsorger zur Landespolizei habe auch deshalb nahegelegen, weil die Erfahrungen in der Bundespolizei so positiv gewesen seien. Die Stelle des schleswig-holsteinischen Polizeipastors war seit dem Wechsel Volker Struves in das „Landesförderzentrum Hören und Kommunikation“ zum Jahresbeginn unbesetzt. Vom Start bei der Landespolizei hat der neue Polizeipastor klare Vorstellungen Vom Start bei der Landespolizei hat der neue Polizeipastor klare Vorstellungen. „Zunächst möchte ich mich in meiner neuen Funktion gut mit den Berufsethiklehrern vernetzen, den Kontakt zum Betreuungsnetzwerk um die Polizeipsychologin Gundhild Ameln aufbauen und natürlich die vielen Dienststellen im Land kennenlernen“, sagte Kiesbye. Seinen Amtssitz hat er – wie seine Vorgänger – in der PD AFB auf Hubertushöhe. Das Aufgabenspektrum der Landespolizei ist vielfältig, der Berufsalltag für die Polizistinnen und Polizisten anspruchsvoll, herausfordernd und häufig sehr belastend Mit großem Respekt blickt der 61-Jährige auf seine künftige Tätigkeit. „Das Aufgabenspektrum der Landespolizei ist vielfältig, der Berufsalltag für die Polizistinnen und Polizisten anspruchsvoll, herausfordernd und häufig sehr belastend“, weiß der Kirchenmann. Einen ersten Vorgeschmack, auf das, was künftig auf ihn zukommen wird, hat der Pastor bereits erhalten. „Ich bin schnell in meiner neuen Aufgabe angekommen“, sagt er. Der Wunsch nach Beistand sei ihm in der kurzen Zeit spürbar geworden. „Ich habe schon das eine oder andere Seelsorge-Gespräch führen dürfen. Das ist ein Vertrauensvorschuss, der gut tut“, sagte Christian Kiesbye lächelnd. ...

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