Eutin : 6000 Euro für Marfan-Hilfe

Katja Hunwardsen (Mitte) übergab den Scheck an Karsten und Simone Schröder. Foto: crs
Katja Hunwardsen (Mitte) übergab den Scheck an Karsten und Simone Schröder. Foto: crs

DAK unterstützt mit der Spende das Seminar "Fitness und Entspannung mit Marfan-Syndrom".

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13. Juni 2012, 11:48 Uhr

Eutin | Das Marfan-Syndrom ist eine tückische Krankheit, sagt Karsten Schröder. Bei dem 43-Jährigen wurde die Bindegewebskrankheit im Alter von drei Jahren diagnostiziert. Heute engagiert er sich gemeinsam mit seiner Ehefrau Simone in der Selbsthilfegruppe Marfan-Hilfe. Gestern nahmen beide einen Spendenscheck über 6000 Euro von der DAK entgegen.

"Das tückische an der Krankheit ist, dass sie bei Routineuntersuchungen nicht erkannt wird", erklärt Schröder. Dabei sei sie gefährlich und könne sogar zum Reißen der Aorta führen. Sport oder körperliche Belastungen im Alltag sind den Erkrankten deswegen meist verboten. Hier setzt ein bundesweites Projekt der Marfan-Hilfe an. Im Seminar "Fitness und Entspannung mit Marfan-Syndrom" sollen die Betroffenen lernen, wo ihre Grenzen sind und wie weit sie sich belasten dürfen. "Wenn man seine Grenzen spürt, kann es schon zu spät sein", so Schröder.

Diese Hilfe zur Selbsthilfe finde auch die DAK sehr wichtig, sagt Katja Hunwardsen, stellvertretende Chefin der DAK-Gesundheit in Lübeck.

Nach Schätzungen der Marfan-Hilfe sind in Deutschland etwa 16.000 Menschen von der Krankheit betroffen.

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