Eutin begegnet Parkplatznot : 60 Parkplätze am Güterbahnhof

Klaus Hansen und Peter Piepke (v.l.)vom Baubetriebshof stellten gestern die Schilder auf, die anzeigen, wie voraussichtlich bis Ende 2016 geparkt werden darf.
Klaus Hansen und Peter Piepke (v.l.)vom Baubetriebshof stellten gestern die Schilder auf, die anzeigen, wie voraussichtlich bis Ende 2016 geparkt werden darf.

Stadt richtet vor Sperrung der Bahnhofstraße neue Plätze ein. Und der Bauausschuss fordert ganzjährige Öffnung der Kompostierungsanlage.

shz.de von
08. Mai 2015, 04:00 Uhr

Nicht nur auf die Grünflächen müssen die Bürger für die Stadtsanierung verzichten, sondern auch auf zahlreiche kostenfreie Parkplätze. Ab nächster Woche wird auch der Parkplatz an der Bahnhofstraße gesperrt, denn ab 18. Mai sollen hier die Bauarbeiten beginnen (siehe Infokasten). Die Bahnhofstraße wird dann zwischen Plöner Straße und ZOB bis Weihnachten voll gesperrt.

Um die Parknot etwas zu entschärfen, führt die Stadt Gespräche mit der NOB, wie Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz im Bauausschuss mitteilte. Die Antwort der NOB stehe noch aus. Eine gute Nachricht gibt es trotzdem: „Ab sofort stehen dort rund 60 kostenlose Parkplätze zur Verfügung“, wie Stadtmanagerin Kerstin Stein-Schmidt sagte. Die Mitarbeiter des Baubetriebshofes stellten gestern die Schilder auf und entfernten das noch störende Grün an den alten Gleisen, wo einst die Kohle verladen wurde. Die Zufahrt erfolgt über die Einfahrt zum Parkplatz am Bahnhof von der Elisabethstraße aus.


Kompostierungsanlage soll geöffnet bleiben


Der Service-Gedanke für die Bürger setzte sich in der Ausschusssitzung fort: Eutiner können auch künftig ihre Grünabfälle zur Kompostanlage des Bauhofes bringen. „Diesen Service sollten wir einfach aufrecht erhalten, ebenso wie Sie für genügend Gas, Wasser und Strom sorgen“, sagte Olaf Schmidt (CDU) zu Stadtwerke-Chef Marc Missling im Bauausschuss am Mittwoch. Dieser hatte Anfang April verkündet, dass die Kompostierungsanlage künftig nicht mehr ganzjährig, sondern nur zum Beginn und Ende der Vegetationsperiode für jeweils zwei Wochen, geöffnet hat (wir berichteten). Der Grund: „Wir stoßen an unsere Kapazitätsgrenzen“, sagte Jens Rohe, stellvertretender Baubetriebshof-Leiter.

Ursprünglich sei die Kompostieranlage für 500 Kubikmeter beantragt und genehmigt worden, über alle Kompostierungsstufen beträgt die Lagerfläche rund 950 Kubikmeter. „Das reichte früher auch aus, um die städtischen Grünabfälle und dass der Eutiner anzunehmen. Doch mittlerweile nicht mehr“, sagte Rohe. Laut Missling gab es Gespräche über eine Containerlösung mit dem Zweckverband Ostholstein, doch die Kosten seien derart unrentabel gewesen, dass das nicht in Frage komme.

Das sah Detlef Kloth (SPD) anders: Er stellte den Antrag, mit einer zeitnahen Container das Serviceangebot für die Eutiner aufrecht zu erhalten und in der Zwischenzeit zu prüfen, was eine Erweiterung der Anlage kosten würde. Dem stimmte der Ausschuss einstimmig zu. Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz sprach sich, falls notwendig, für eine Subventionierung seitens der Stadt aus.


SPD scheitert mit Antrag zum Haus des Gastes


Mitglieder der einstigen Bürgerinitiative zum Erhalt des Haus des Gastes (HdG) wollten am Mittwochabend vom Ausschuss wissen, weshalb die LGS am Bootshaus aber nicht am HdG eine Gastronomie plane. Schließlich stehe ein Investor für das Gebäude zur Verfügung und das HdG sei aus ihrer Sicht kostengünstiger zu sanieren als das Bootshaus. LGS-Geschäftsführer Bernd Rubelt stellte klar: „Am Bootshaus ist eine Außengastronomie geplant.“

Außerdem habe ein Raumluftgutachten ergeben, dass das HdG aufgrund des Schimmelbefalls nicht ohne weiteres zu nutzen sei. Die SPD scheiterte schließlich mit ihrem Antrag, die Nutzung des HdG’s für die Landesgartenschau erneut zu überprüfen. Einigkeit in den Fraktionen herrschte lediglich darin, an der Investorensuche für ein Hotel an diesem Standort festzuhalten.

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