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Heimatgeschichte : 60 Häuser erhalten die alten Namen

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der Kasseedorfer Bürgerverein „Kiek in“ startete Beschilderungsaktion. Historische Hausnamen sollen den Heimatgedanken stärken.

von
erstellt am 14.Dez.2013 | 00:35 Uhr

Polizei, Post und Rettungsdienste sorgen landauf, landab dafür, dass sie es in allen Orten mit schnell zu findenden Adressangaben zu tun haben. An der nutzerorientierten Kennzeichnung von Häuser durch Straßennamen und Nummern soll auch in Kasseedorf nicht gerüttelt werden – und doch will der Bürgerverein „Kiek in“ die Tradition, dass alte Häuser Eigennamen hatten, wieder ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken.

„Wenn wir vergessen, die Erinnerungen und die Tradition des Dorfes zu pflegen, dann verlieren wir die Beziehung zu unserer Heimat“, sagt Karl-Otto Sadler. Der Vorsitzende des Bürgervereins hat mit seinen Mitstreitern knapp ein Jahr daran gearbeitet, die historischen Hausbezeichnungen in den Dörfern der Gemeinde Kasseedorf, ob Wassermühle oder Hirtenkathe, wieder sichtbar zu machen. Die entsprechenden, einheitlich gestalteten Namensschilder werden jetzt an den Häusern angebracht. Die meisten Besitzer hätten der Aktion gerne zugestimmt, da auch die Kosten durch Spenden und einen 800 Euro hohen Zuschuss der Sparkassen-Kulturstiftung eher gering waren, wie Sadler sagte.

Genaue Anhaltspunkte für die Beschilderung bot der Situationshandriss der Großherzoglich Oldenburgischen Güter von 1873, in dem 60 heute noch existierende Gebäude in Kasseedorf, Griebel und Sagau mit ihren Eigennamen verzeichnet sind. In Stendorf hat die Gutsverwaltung bereits vor Jahren aus eigener Initiative die Häuser mit ihren Bezeichnungen einheitlich beschildert.

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