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Ostholsteiner Anzeiger

16. Dezember 2017 | 03:12 Uhr

60 Betriebe buhlten um Jugendliche

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Über 1000 Schüler bei Ausbildungsmesse in Berufsschule / Info-Stand der Bundeswehr bei Jungen und Mädchen besonders gefragt

shz.de von
erstellt am 31.Jan.2014 | 00:34 Uhr

Dichtes Gedränge herrschte gestern auf den Fluren der Beruflichen Schule des Kreises Ostholstein. Mehr als 1000 Schüler waren gekommen, um auf der fünften Ausbildungsmesse der Arbeitsagentur Lübeck den direkten Kontakt zu den Betrieben zu suchen. Unter ihnen auch Sven Samelin und Malte Schildknecht von der Grund- und Gemeinschaftsschule in Pönitz. Die beiden 15-Jährigen informierten sich am Stand der Bundeswehr bei Hauptfeldwebel Peter Levens über Ausbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen. „Die Schüler interessieren sich sehr für uns, da wir ein breites Spektrum an Berufen ausbilden“, erklärte Levens. In der Tat bildeten sich vor dem blauen Info-Stand immer wieder Trauben von bis zu zehn Jugendlichen.

„Das Angebot ist wirklich sehr umfassend. Man kann sogar Kfz-Mechatroniker
lernen“, zeigte sich Samelin begeistert. Eine schlechte Nachricht hatte Levens dennoch für ihn. „Man muss mindestens 17 Jahre alt sein, um bei uns den Dienst anzutreten. Ihr habt also noch etwas Luft.“ Gleichwohl machte er den beiden Schülern Mut: „Es gibt keinen besseren Beruf als Soldat.“ Er bot ihnen daher an, die Truppe einmal für einen Tag zu besuchen.

Carsten Ingwertsen-Martensen, Leiter der Berufsschule, unterstrich am Rande der Ausbildungsmesse ihre große Bedeutung. „Wir nehmen schon jetzt wahr, dass die ausbildenden Betriebe in der Region immer größere Schwierigkeiten haben, geeignete Bewerber für die Ausbildung zu finden“, sagte er. Durch den demographischen Wandel würden alleine dem Kreis Ostholstein bis zum Jahr 2030 rund 7000 Fachkräfte fehlen. Bereits jetzt kämen auf einen Jugendlichen 1,4 Ausbildungsplätze. Mit der Messe versuche man daher, Kontakte zwischen den Betrieben und Jugendlichen herzustellen, um diese in der Region zu halten. „An 60 Ständen erhalten die Jugendlichen heute von Auszubildenden und Firmenvertretern Tipps zum Einstellungsverfahren und Informationen, worauf Betriebe bei der Suche nach Nachwuchskräften besonders achten“, berichtete Ulrike Jürgens, Teamleiterin der Arbeitsagentur. Der direkte Kontakt zu den Unternehmen sei die beste Möglichkeit, um sich über seinen Wunschberuf bewusst zu werden. Als eine der Zukunftsbranchen in Ostholstein sieht ihr Geschäftsführer Markus Dusch das Hotel- und Gastgewerbe: „In den nächsten zwei bis drei Jahren entstehen an der Lübecker Bucht zahlreiche Hotelneubauten.“

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