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Ostholsteiner Anzeiger

19. August 2017 | 04:11 Uhr

5000-Euro-Spende bereitet Kopfzerbrechen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eine Eutinerin will der Stadt 5000 Euro spenden, zweckgebunden für den Kauf eines Fahrzeuges für die Feuerwehr Neudorf. Am Ende beschloss der Hauptausschuss einstimmig die Annahme der Spende – dies aber erst nach kontroverser Diskussion. Sie wurde durch Olaf Schmidt (CDU) eröffnet, der prägnant feststellte: „Im Haushalt haben wir 35 000 Euro für die Anschaffung eines gebrauchten Transporters. Durch die Spende reduziert sich die städtische Ausgabe dafür auf 30 000 Euro. Punkt!“

Dem setzte Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz entgegen, dass die von der Wehr Neudorf namhaft gemachte Spenderin die 5000 Euro als zusätzlichen Beitrag verstanden wissen wolle, damit unter Umständen doch noch der Kauf eines neuen Fahrzeuges möglich werde. Darauf Schmidt: „Es ging nie um ein Neufahrzeug. Die Spende ist einfach nur für die Anschaffung eines Fahrzeuges bestimmt, darüber habe ich mich schlau gemacht.“

Diese Interpretation wies Hans-Georg Westphal (SPD) zurück: „Es wäre verheerend, wenn wir so mit Spenden umgehen, wie Olaf Schmidt es vorgeschlagen hat. Dann kommt das Spenden für die Stadt zum Erliegen.“ Auch Margret Möller (FDP) warnte: „Wenn der Bürgermeister uns als erklärten Willen der Spenderin vorstellt, dass sie mit dem Geld den Kauf eines neuen Fahrzeuges unterstützen will, dann dürfen wir nichts anderes beschließen.“

Die Brücke zum einmütigen Beschluss baute dann Elgin Lohse (CDU). Falls die Stadt partout kein neues Fahrzeug für die Neudorfer Wehr sehen wolle, dann müsste die Spende abgelehnt werden. Das aber könne niemand wollen, so dass jetzt ein Betrag von 40 000 Euro für den Kauf eingesetzt werden könne – aber kein Cent mehr, jedenfalls nicht aus dem städtischen Haushalt: „Deckel drauf!“ Den letzten Punkt setzte dann Monika Obieray (Grüne): „40 000 Euro, ob alt oder neu.“

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erstellt am 14.Mai.2014 | 15:11 Uhr

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