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Erfolgreich: : 5000 Euro Preisgeld für Epileptiker in Plön

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Plöner DRK-Einrichtung „Elly-Heuss-Knapp-Haus“ im Wettbewerb erfolgreich

von
erstellt am 05.Dez.2013 | 00:31 Uhr

Das „Elly-Heuss-Knapp-Haus“ ist die einzige Einrichtung, die in Schleswig-Holstein Mutter-Vater-Kinder-Kuren für an Epilepsie erkrankte Kinder und Jugendliche anbietet. Für ihr herausragendes Konzept wurde die Einrichtung der DRK-Zentren für Gesundheit und Familie gestern von der Stiftung Gesundheitsservice mit dem zweiten Platz und einem Geldpreis von 5000 Euro ausgezeichnet.

„Unser Team hat sich sehr darüber gefreut, weil es zugleich eine offizielle Würdigung unserer Arbeit ist“, betonte die kaufmännische Leiterin Tanja Lessau stolz. „Die Patienten und Familien haben hier eine hervorragende Versorgung durch die Mitarbeiter“, lobte auch Detlef Hellmers, geschäftsführender Vorstand der Stiftung, bei der Preisübergabe. Das Preisgeld solle dazu beitragen, die Versorgung weiter zu verbessern. Zugleich solle der Preis die Erkrankung mehr im öffentlichen Bewusstsein verankern, damit die betroffenen Familien aufgrund des geringen Wissensstandes aus ihrer Isolation herauskommen können, sagte Hellmers.

Um den jungen Epileptikern und ihren Familien einen Rundumservice mit Beratungen, Gesprächsrunden und ärztlichen Sprechstunden zukommen zu lassen, kooperiert das „Elly-Heuss-Knapp-Haus“ mit dem Norddeutschen Epilepsie-Zentrum für Kinder und Jugendliche in Raisdorf.

Durchschnittlich rund 1300 Eltern und Kinder nutzen jährlich die Angebote der Plöner Einrichtung.

Für die an Epilepsie erkrankten Kinder und Jugendlichen gelten dabei erhöhte Anforderungen, informierte Tanja Lessau. Neben einer reizarmen Umgebung und kleineren Gruppen seien ein zusätzlicher Betreuer und die Nähe zu einem Arzt wichtig. Denn neue Einflüsse seien Reizung genug, um einen Epilepsie-Anfall auszulösen. „Wir packen die Kinder aber nicht in Watte. Sie können hier toben und spielen“, so Tanja Lessau. Der Vorteil während der Kur sei es, dass das Team bei einem Anfall zu reagieren wisse.

Die 2009 gegründete Stiftung Gesundheitsservice hat sich zur Aufgabe gemacht, Maßnahmen zu fördern, die die Gesundheit von Kindern und Familien nachhaltig verbessern. Alljährlich lobt sie ein Preisgeld von insgesamt 20 000 Euro für die drei besten Konzeptionen aus. Diesjähriger Sieger wurde die Südstrand-Klinik auf Fehmarn, dessen Schwerpunkt Familien mit transplantierten Kindern ist. Sie erhielt 10 000 Euro.

Bundesweit leben geschätzte 0,5 bis ein Prozent der Bevölkerung, also zwischen 400 000 bis 800 000 Menschen, mit epileptischen Problemen. „Etwa 20 Prozent von ihnen sind jünger als 20 Jahre alt“, gab Dr. Hans Hartmann, medizinischer Leiter im „Elly Heuss-Knapp-Haus“, einen Einblick in die Epilepsie.



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