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Ostholsteiner Anzeiger

20. November 2017 | 08:58 Uhr

50 Jahre ÖPNV-Erfahrung der VKP

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Verkehrsbetriebe Kreis Plön bestehen seit einem halben Jahrhundert und befördern jährlich fast fünf Millionen Fahrgäste

von
erstellt am 23.Jun.2015 | 10:07 Uhr

Die Verkehrsbetriebe im Kreis Plön (VKP) feiern in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Gründungsgesellschafter waren 1965 neben dem Kreis Plön die Städte Lütjenburg und Preetz sowie die Gemeinde Schönberg.

Mit der Übernahme der Verkehre der Firma Wulf & Sohn in Schönberg mit acht Bussen begann die Firmengeschichte und damit auch die Sicherstellung der Schülerbeförderung in diesem Bereich. Mittlerweile hat sich die VKP zu einem geschätzten und anerkannten ÖPNV-Dienstleister nicht nur im gesamten Kreis Plön sowie den angrenzenden Städten Kiel und Neumünster, sondern auch im nördlichen Kreis Segeberg entwickelt. Aus den vier Gründungsgesellschaftern sind mittlerweile 19 geworden, da nahezu alle Städte, Ämter und Gemeinden des Bedienungsgebietes auch an der VKP beteiligt sind.

Die VKP befördert derzeit jährlich fast fünf Millionen Fahrgäste. Dafür setzt sie 92 eigene sowie zwölf angemietete Busse und 25 Taxen ein. 154 Mitarbeiter kümmern sich um die reibungslose Beförderung der Kunden.

Bereits nach zehn Jahren hatte die VKP 88 Mitarbeiter sowie 57 eigene und fünf angemietete Busse. 1982 übernahm die VKP die 1887 gegründete Kiel – Schönberger – Eisenbahn (KSE) und war damit zusätzlich nicht nur im Schienengüterverkehr und
als Eisenbahninfrastrukturunternehmen aktiv, sondern weitete auch das Busgeschäft durch die Übernahme der KSE-Busleistung aus.

Dabei verlief die Geschichte der VKP nicht immer aufwärts, das Unternehmen musste auch den einen oder anderen Rückschlag verkraften. Bereits ab 1974 baute die VKP im Busbereich eine umfangreiche Touristikabteilung auf und war mit bis zu zwölf Reisebussen in ganz Europa unterwegs. Sogar Reisen bis nach Amerika wurden angeboten. Ende 2012 musste die Sparte Touristik aus wirtschaftlichen Gründen wieder eingestellt werden. 2006 wurde auch der Schienengüterverkehr eingestellt, so dass sich die VKP neben der Eisenbahninfrastruktur wieder ganz auf ihr Kerngeschäft, den ÖPNV konzentrieren konnte.

Hier begann 1985 die engere Zusammenarbeit mit den anderen Unternehmen zunächst in der Region und dann in ganz Schleswig-Holstein. Über die Anerkennung von Fahrscheinen der Kieler Verkehrs AG, die Gründung des VRK bis hin zum Schleswig-Holstein-Tarif wurde die
VKP aktiver Bestandteil der ÖPNV-Entwicklung und ermöglichte den Kunden eine einfache und unternehmens-übergreifende Nutzung des ÖPNV. Schon zuvor war die VKP eines der ersten Unternehmen in Deutschland,
bei dem kreisweit ein moderner Zonentarif eingeführt wurde.

Die VKP schaffte 1998 auf Grund weiter gestiegener Fahrgastzahlen die ersten Niederflur-Überland-Gelenkbusse an. Bundesweit waren dies die ersten Fahrzeuge dieser Art. Mittlerweile werden sechs dieser Busse zwischen Kiel und Schönberg eingesetzt.

Nicht nur im verkehrlichen Bereich habe sich die VKP entwickelt, auch die Infrastruktur wurde beständig an die neuen Bedürfnisse angepasst, so das Unternehmen. 2005 wurde in Preetz ein neuer moderner Betriebshof eingeweiht. Damit ist die VKP mit fünf Betriebshöfen im gesamten Bedienungsgebiet präsent. Noch in diesem Jahr wird die gesamte Vertriebstechnik in den Bussen erneuert, um künftig nicht nur im Bus das gesamte bisherige
Tarifsortiment, sondern sowohl im Hamburger Verkehrsverbund, wie im SH-Tarif auch elektronische Tickets anbieten zu können. Darauf aufbauend plant die VKP, sich am landesweiten Echtzeitsystem zu beteiligen. Damit wird es den Kunden möglich gemacht, sich im Internet und über Smartphone sowie an entsprechend ausgerüsteten Haltestellen in Echtzeit über die Pünktlichkeit der beabsichtigten Fahrt zu informieren. Auch die Anschlusssicherung zwischen Bus und Bus sowie Bus und Bahn sollen durch das System verbessert werden.

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