50 Geschenke sollen für Freude unterm Weihnachtsbaum sorgen

Die Familienhelferinnen Christiane Jaag (v.l.), Ute Kropp und Sabine Kendzia holten gestern rund 50 Geschenke für bedürftige Kinder ab.
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Die Familienhelferinnen Christiane Jaag (v.l.), Ute Kropp und Sabine Kendzia holten gestern rund 50 Geschenke für bedürftige Kinder ab.

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18. Dezember 2014, 15:07 Uhr

Ein Haus für das eigene Meerschweinchen, eine schwangere Puppe oder einfach nur Knete – die Wünsche der Kinder am Wunschbaum im Weihnachtszelt auf dem Eutiner Marktplatz waren vielfältig. Die Kreativität der heimlichen Wunscherfüller ebenfalls. Aus allen rund 50 Wünschen wurden 50 Geschenke, die liebevoll verziert und teilweise sogar mit einem eigenen Brief ans Kind verpackt worden.

Die Familienhelferinnen des Kinderschutzbundes Christiane Jaag, Ute Kropp und Sabine Kendzia holten gestern bei Schuh-Aldrup die Geschenke mit ab und verteilten sie anschließend an die betreuten Familien. Ute Kropp: „Für viele Kinder ist es das einzige oder eines der wenigen Geschenke, die unterm Baum liegen.“ Unter den rund 20 Familien, die sie mit ihren zwei Kolleginnen betreut, seien viele alleinerziehende Mütter mit mehreren Kindern. „Wenn das Geld eh schon knapp ist, reicht es oft nicht für ein Geschenk für jeden“, erzählt Sabine Kendzia.

Auch Christian Aldrup, der sich mit seiner Frau bereit erklärt hat, die Geschenke anzunehmen und bis zum Abholen sicher aufzubewahren, war überwältigt: „Das werden immer mehr.“ Ob es daran liegt, dass die Zahl bedürftiger Kinder in Eutin steigt oder zusätzlich zu den betreuten Familien auch in der offenen Ganztagsschule an einzelne Wunschkarten ausgegeben wurden, vermochten die Frauen vom Kinderschutzbund Ortsverband Eutin gestern nicht zu sagen. Doch eines ist beim Blick auf die Wunschzettel festzustellen: Die bedürftigen Kinder werden immer jünger – einjährige Mädchen wünschen sich eine Puppe oder einen Ball, zwei- und dreijährige Jungen eher etwas von Duplo oder einen Dino oder einer sogar einen Kasettenrecorder. Diesen Eindruck bestätigt Familienhelferin Ute Kropp: „Die, die hier Geschenke bekommen, freuen sich später über Dinge wie die Sterntaler-Aktion für ein Schulfrühstück. Wir betreuen die Kinder in der Regel bis zum 18. Lebensjahr.“

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