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Ostholsteiner Anzeiger

20. August 2017 | 23:39 Uhr

40 Jahre Fissauer Fußballgeschichte

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

TSV arrangiert Treffen früherer Spieler und Trainer und verabschiedet Eduard Reinhardt und Jonny Schlichting in den Fußball-Ruhestand

Ihre Namen sind untrennbar mit dem TSV Fissau verbunden:
Jonny Schlichting und Eduard „Ede“ Reinhardt. Beide TSV-Urgesteine standen Freitagabend im Mittelpunkt eines Treffens ehemaliger
Fissauer Kicker und Trainer auf dem Waldeck.

Vor allem zu Ehren von Schlichting war die Begegnung der einstigen TSV-Aktiven organisiert worden. Der 54-Jährige ehemalige Mittelfeldakteur und gefürchtete Torjäger wurde nach einer insgesamt 27-jährigen Spielzeit für den Eutiner Traditionsverein offiziell als Kicker verabschiedet. „Ich hätte schon gerne noch ein paar Jahre bei den Alten Herren mitgekickt, aber es geht leider nicht mehr“, berichtet Jonny Schlichting wehmütig. Eine schwere Verletzung des linken Knies schon vor sechs Jahren habe ihn außer Gefecht und damit seiner Karriere als aktiver Kicker ein Ende gesetzt. Die Fußballzeit beim TSV sei für ihn unvergesslich, ergänzt Schlichting rückblickend.

Vor den Blauweißen spielte er lediglich beim SV Merkur Hademarschen, seinem damaligen Heimatverein. Peter Carstensen, Ralf Brokelmann und Dirk Petersen, alle drei wie Schlichting Polizisten und seinerzeit Spieler bei den Fissauern, hätten ihn damalig zum TSV Fissau gelockt.

Zu den Höhepunkten in seinen fast drei Jahrzehnten als Aktivposten beim TSV zählt Jonny Schlichting die Saison 1997/98, als das damals von Manfred Reinhardt trainierte Team die Meisterschaft in der Kreisklasse A gewann. In den vielen Jahren waren andere Vereine der Region wie Eutin 08 auf den Goalgetter aufmerksam geworden. Angebote habe er jedoch immer ausgeschlagen und so dem TSV die Treue gehalten.

„Die besondere Kameradschaft hat mich mit dem TSV Fissau verbunden“, erklärt der bodenständige Kicker. Nur der schlechte Sandplatz, auf dem die Teams des Vereins ihre Heimspiele austragen mussten, hätte ihn zwischendurch schon mal wankelmütig gemacht, bekennt Schlichting.

Aber nicht nur aus sportlichen, sondern auch aus persönlichen Gründen fühle er sich mit dem TSV Fissau bis heute eng verbunden. In den vielen Jahren im Verein habe sich eine tiefe Freundschaft zu Eduard „Ede“ Reinhardt entwickelt, die bis heute bestehe. Beim Treffen auf dem Waldeck blickte Reinhard (57), bekannt als hartnäckiger Abwehrspieler mit „Pferdelunge“ und Sinnbild für Zuverlässigkeit, auf ein 40-jähriges Jubiläum als Fußballer für den TSV Fissau zurück. Er war bereits als 17-Jähriger für die 1. Herrenmannschaft freigeholt worden, und hat vor vier Jahrzehnten gegen den TSV Pansdorf sein erstes Spiel mit Harald Beth als Trainer an der Seitenlinie bestritten.

Der Ausgang der Partie ist dem gebürtigen Eutiner nicht mehr in Erinnerung. Es folgte ein Jahr später Uwe Schlüter als Coach. Der wollte den einsatzfreudigen Kicker später sogar für Holstein Kiel gewinnen. Zu einem Probetraining sei es aber gar nicht gekommen, weil „Ede“ Reinhardt nicht dazu bereit war. Die Treue zum Eutiner Club hat ebenfalls bis heute gehalten. „Der TSV Fissau hat in meinem Leben eine bedeutsame Rolle. Schließlich habe ich hier von der Jugend bis zu den Alten Herren Fußball gespielt“, sagt der Eutiner, der seit 1970 Mitglied des TSV ist und zuletzt zwölf Jahre die Oldie-Sparte leitete.

Zu Ehren der beiden verdienten Fußballer waren unzählige ehemalige Aktive und Trainer aus der 1. Herrenmannschaft der vergangenen vier Jahrzehnte zum Waldeck gekommen. Dazu gehörten unter anderem die Trainer Harald Beth, Uwe Schlüter, Björn Kurr, Manfred Reinhardt, „Eddy“ Wolter und Rainer Weber, aber auch Ex-Kicker wie Bernd Carstensen, Peter Carstensen, Manuel Lewanski, Heino Kornetzky, Wolfgang Baumann, Wolfgang Nutt, Uwe Wichura und Rolf Maaß.

Nach einem Freundschaftskick unter der Leitung des inzwischen 82-jährigen Schiedsrichters Uwe Schlüter erinnerten sich die rund 50 Teilnehmer bei einem geselligen Zusammensein guter und auch weniger guter Zeiten beim TSV.

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