Energiewende : 4,2 Millionen Euro für den Netzausbau

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Die Schleswig-Holstein Netz AG reagiert auch in Ostholstein auf die Energiewende: Durch den Neu- und Ausbau vorhandener Umspannwerke und Stromnetze soll die Aufnahme von Energie gesichert werden, die aus Wind, Sonne und Biomasse produziert wird.

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05. November 2013, 20:30 Uhr

Die Schleswig-Holstein Netz AG reagiert auf den zunehmenden Ausbau erneuerbarer Energien. Ein erheblicher Teil von 8 Millionen Euro, die das Unternehmen in diesem Jahr allein in Ostholstein investiert, fließt auch in den Neu- und Ausbau vorhandener Umspannwerke und Stromnetze, um die durch Wind, Sonne und Biomasse produzierte Energie aufnehmen zu können, erklärte Eon-Hanse-Vorstand Udo Bottländer am Dienstag anlässlich des Regionalforums Energie in den Lensahner Gilde-Stuben. Die Schleswig-Holstein Netz AG gehört Eon-Hanse und 200 schleswig-holsteinischen Kommunen.

Eine Summe von 4,2 Millionen Euro fließt laut Eon-Hanse in Neuinvestitionen. „Davon investieren wir 3,5 Millionen Euro ins Stromnetz und 700 000 Euro ins Gasnetz“, erklärte Bottländer. Für Instandhaltungen werden 3,8 Millionen Euro ausgegeben, von denen 3,5 Millionen Euro in das Strom- und 200 000 Euro in das Gasnetz fließen. Die Schleswig-Holstein Netz AG ist dabei nur für das Nieder- und Mittelspannungsnetz zuständig, nicht jedoch für die 110- und 380 kV-Leitungen.

Allein 1,85 Millionen Euro investiert die Schleswig-Holstein Netz AG in die Umspannwerke Lensahn, Pönitz, Rogerfelde und Testdorf. Mehr als 1,4 Millionen Euro gibt das Unternehmen für Verkabelungen aus, unter anderem zwischen Bosau, Hutzfeld und Hassendorf, in Bichel, Bosau und Stadtbek zwischen Lensahn und Wahrendorf sowie in Dahme. Dabei werden insgesamt rund 20 Kilometer Freileitungen ersetzt.

Landrat Reinhard Sager nutzte die Gelegenheit, um abermals auf den aus Sicht des Kreises unbedingt notwendigen Ausbau einer 110-kV-Leitung von Lübeck - Lensahn/Göhl hinzuweisen. Diese war vor etwa einem Jahr von der Bundesnetzagentur aus dem Netzentwicklungsplan gekippt worden, nachdem es zu dem Thema bereits eine Veranstaltung im Kreishaus gegeben hatte. „Wir brauchen eine Ostküstenleitung wie an der Westküste“, betonte Sager. Wer A sage, müsse auch B sagen: „Wer Strom will, braucht auch Leitungen.“ Die Schleswig-Holstein Netz AG geht davon aus, dass sich die installierte Leistung regenerativer Energieerzeugung von derzeit 390 Megawatt bis 2020 fast vervierfachen wird.

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