Corona in Ostholstein : 300 Ostholsteiner nach Fällen an mehreren Schulen in Quarantäne

Ein Schulbegleiter und eine Verkäuferin wurden ebenfalls positiv getestet. Testergebnisse lassen auf sich warten.

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21. September 2020, 19:00 Uhr

Eutin | An sechs Schulen im Kreis Ostholstein waren binnen der vergangenen Woche ein oder gleich mehrere Fälle von positiv getesten Schülern, in einem Fall ein positiv getesteter Lehrer bekannt geworden (wir berichteten). 127 Menschen wurden bislang positiv im Kreis Ostholstein getestet, verglichen mit anderen Kreisen des Landes immer noch verhältnismäßig wenig, 96 der Getesten gelten mittlerweile laut Gesundheitsamt des Kreises wieder als genesen, wie Kreissprecherin Carina Leonhardt auf Nachfrage am Montagnachmittag mitteilte.

243 Schüler, 14 Lehrer und 38 Eltern in Quarantäne

Insgesamt befänden sich 243 Schüler, 14 Lehrer und 38 Eltern in Quarantäne, sagte Carina Leonhardt. Zwischen zwei der sechs Schulen im Kreisgebiet gebe es einen Zusammenhang zu einer Familie, da ein Geschwisterpaar an zwei verschiedenen Schulen unterrichtet werde.

Verkäuferin eines Discounters ebenfalls infiziert

Im Fall der zuerst bekannt gewordenen Schülerin der Werkstufe des Förderzentrums Kastanienhof in Oldenburg vor einer Woche wurde nun noch ein Erwachsener positiv getestet, der als Schulbegleiter und Fahrer im Einsatz war. Auch seine Partnerin, die als Verkäuferin in einem Discounter in Oldenburg arbeite, wurde laut Gesundheitsamt positiv auf Covid 19 getestet. „In Discountern wird eine Kontaktpersonenermittlung im Bereich der Belegschaft durchgeführt. Eine weiterführende Ermittlung ist aufgrund der geltenden Hygieneregeln wie Maskenpflicht und Vorkehrungen an den Kassen wie Sichtscheiben nicht erforderlich“, heißt es auf Nachfrage, wie im Fall der positiv getesteten Partnerin nun die Kontaktermittlung zu Kunden erfolge.

Labore überlastet

Die Antwort des Gesundheitsamtes dürfte die Ostholsteiner nur bedingt zufrieden stellen. Denn nicht in allen Discountern des Kreises tragen die Mitarbeiter auch während des Einräumens der Regale Masken. Ob dies auch im Fall des betroffenen Discounters so war, bleibt offen. Einige der betroffenen Eltern, zu denen der infizierte Ostholsteiner Kontakt hatte, beklagten, dass sie beispielsweise getestet am Mittwoch vergangener Woche bis zum Montag warten mussten, weil die Labore so überlastet seien. Ob sich die lange Wartezeit mit den mobilen Stationen, die Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) pünktlich zur Erkältungszeit flächendeckend im Land einführen will, verkürzt, bleibt abzuwarten.

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