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Ostholsteiner Anzeiger

23. August 2017 | 03:24 Uhr

30 Millionen Euro für moderne MUS in Plön

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen segelte gestern über den Großen Plöner See

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat gestern zwei Standorte im Land besucht und millionenschwere Investitionen in die Infrastruktur verkündet. Für insgesamt 90 Millionen Euro sollen Unterkünfte in Plön sowie Küchen und Lagerhallen in Husum modernisiert werden. 60 Millionen Euro fließen nach Husum und 30 Millionen Euro nach Plön.

Bis 2020 werden in der Marineunteroffizierschule (MUS) Plön 30 Millionen Euro investiert. Mit dem Geld soll ein „traditionsreicher Standort“ der Bundeswehr erhalten werden. Bisher wurden zwei MUS-Inspektionen mit einem Finanzeinsatz von mehreren Millionen Euro saniert. Davon überzeugte sich die Ministerin bei einem Rundgang mit MUS-Kommandeur Kapitän zur See Thomas Schütze. „Die MUS ist mit 1600 Lehrgangsteilnehmern im Jahr die Ausbildungsstätte der Marine“, beteuerte die 56-jährige Ministerin. Die Schule sei die Visitenkarte für die Marine und für junge Menschen. Nur eine attraktive MUS erlange auch Bedeutung bei jungen Menschen, die dort gut ausgebildet werden können. Hier sei einiges zu tun.

Doch es sei auch schon viel erreicht worden: Es gebe an der MUS für alleinerziehende Soldaten sogar eine Kinderbetreuung oder Telearbeitsplätze. „Das alles ist sehr spannend“, sagte die Bundesverteidigungsministerin, selbst Mutter von sieben Kindern, und lobte nach einem Rundgang die gute Ausbildung an der MUS.

So zeige gerade die Marine in Sachen Nachwuchs positive Veränderungen. „Es gibt bei der Marine bereits viele Angebote für junge Menschen“, stellte die Ministerin gestern vor Journalisten die Bundeswehr als einen ausgesprochen modernen Arbeitgeber mit vielen Möglichkeiten der Ausbildung heraus. So sei bereits im vergangenen Jahr ein Zukunftspaket auf den Weg gebracht worden, das jetzt weiter verbessert werden müsse – durch geringere Einsatzzeiten, moderne IT-Arbeitsplätze oder eine Flexibilisierung der Ausbildung zur besseren Vereinbarung von Familie und Beruf. Ursula von der Leyden: „Die Bundeswehr bietet faszinierende technische Möglichkeiten.“ So werde die Truppe auch wieder für junge Menschen interessant.

Von der Wiedereinführung der Wehrpflicht zur Auffüllung der Reihen in der Bundeswehr hält von der Leyen nichts: „Wir haben keine Probleme bei der Zahl junger Menschen in der Bundeswehr.“ Die Bundeswehr benötige mehr Spezialisten. Das sei nicht durch eine Wiedereinführung der Wehrpflicht zu erreichen, sondern durch eine gute Ausbildung und ein modernes Personalmanagement.  
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erstellt am 16.Apr.2015 | 15:11 Uhr

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