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Auf Hubertushöh in Eutin : 273 Polizisten vereidigt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Polizei verzeichnet die höchste Einstellungszahl seit zehn Jahren. Mehr als 83 Prozent der Anwärter kommen aus Schleswig-Holstein.

von
erstellt am 26.Sep.2014 | 18:01 Uhr

Weil ein Familienmitglied Polizist ist, der Beruf als spannend gilt oder sie sich einen Kindheitstraum erfüllen wollten – deshalb sind viele der 273 Polizeianwärter, die gestern vereidigt wurden, zur Polizei gekommen.

Es ist die höchste Zahl an Einstellungen für den mittleren und gehobenen Polizeidienst der vergangenen zehn Jahre – und das wird sie vermutlich auch in den nächsten Jahren bleiben. Denn der Abbau von 122 Polizeistellen im Land, die derzeit in der Diskussion sind, sollen laut dem neuen Innenminister Stefan Studt über die Einstellungsjahrgänge 2015/16/17 geregelt werden.

Studt habe keine Zweifel daran, dass sich auch weiterhin qualifizierte Kräfte für „diese wichtige Aufgabe“ finden werden. Der Einstellungstest gilt als einer der härtesten. Er wisse das, denn auch zwei seiner Kinder haben ihn durchlaufen. „Wer den geschafft hat und die Ausbildung meistert, der ist drin“, sagte Polizeipressesprecher Rüdiger Schwarz. Die Übernahmequote liege bei 100 Prozent.

Die 273 Polizeianwärter haben die erste Hürde geschafft – sie setzten sich unter insgesamt 2818 Bewerbern durch. Darunter auch 71 Frauen, mit knapp einem Viertel unter allen Anwärtern deutlich weniger als in den Vorjahren. Erfreulich seien laut Studt die 18 Anwärter mit Migrationshintergrund, „die die Landespolizei bereichern werden“.

Dass ihre Berufswahl zu den anspruchsvollsten und gefährlichsten gehört, wurde den jungen Menschen gleich mehrfach verdeutlicht. Landespolizeidirektor Ralf Höhs erinnerte an die Schüsse im Rendsburger Finanzamt, „der Einsatzbericht liest sich nüchtern. In der Realität mussten die jungen Beamten vor Ort kurzfristig Entscheidungen treffen“ – angesichts eines bewaffneten Täters. Dass diese Entscheidungen nachhaltige Konsequenzen haben können – auch für die eigenen Gesundheit – wurde ebenso im Gottesdienst vor der Vereidigung thematisiert. Zahlreiche Familienangehörige folgten den Worten von Seelsorger und Pastor Volker Struve. „Auch für uns war die Gefahr im Polizeijob ein Thema und wird es immer bleiben. Aber die Freude unserer Tochter über den Beruf überwiegt und so wird es hoffentlich immer bleiben“, sagte ein Vater aus Lübeck.

Die wichtigsten Gäste, neben Vertretern aus Politik und den beiden Städten Altenholz und Eutin, wo die Ausbildung stattfindet, nannte Höhs die Familie und Freunde: „Sie brauchen vertrauensvolle Ansprechpartner und den Rückhalt ihrer Lieben, denn der Beruf wird sie fordern.“

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