zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

21. Oktober 2017 | 09:13 Uhr

Kreis Plön : 264 Seiten zur Heimatgeschichte

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Rechtzeitig vor den Weihnachtstagen ist das Jahrbuch für Heimatkunde im Kreis Plön in seinem 46. Jahrgang erschienen.

von
erstellt am 12.Dez.2016 | 16:30 Uhr

Das neue Jahrbuch für Heimatkunde bietet auf 264 Seiten einen anspruchsvollen Blick in die Heimatgeschichte des Kreises Plön. Dr. Silke Hunzinger, die das Buch für die Arbeitsgemeinschaft (AG) für Heimatkunde seit 17 Jahren mit Hilfe vieler Autoren erstellt hat, freut sich über eine populär-wissenschaftliche Ausrichtung durch die verschiedenen Epochen. Die Gestaltung des Buches ist seit 1970 unverändert. Die über 850 Mitglieder der AG für Heimatkunde werden das Buch noch vor Weihnachten in den Händen halten.

Die wohl umfangreichste Arbeit in diesem Jahr liefert Marion Heine ab. Sie schreibt über die Plöner Gartenbauschule „Marienhöhe“ oberhalb der Oevelgönne und gibt Einblicke in die Berufsbildung von Frauen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Es geht aber auch um Gartenkultur und Gartenbewusstsein in dieser Zeit. Auf alten Bildern sind bisher unveröffentlichte Blicke auf die Statd Plön zu bestaunen.

Kleinodien der Plöner Stadtflora hat Björn Aewerdieck aus Plön unter die Lupe genommen. Bei seinen Recherchen entdeckte er den „Weichhaarigen Hohlzahn“ als historische Pflanze am Parkplatz hinter dem Kreismuseum wieder. Er hatte nicht damit gerechnet, dass die Pflanze tatsächlich in Plön heimisch ist.

Volker Wiesen aus Wankendorf widmete sich Dietrich Theden, einem Wankendorfer Bauernsohn, der zur Kaiserzeit einer der führenden deutschen Krimiautoren war. Darin hatte er Schauplätze in Wankendorf, aber auch bekannte Wankendorfer Persönlichkeiten beschrieben. Werner Lewerenz aus Preetz hat sich mit Heinrich Callisen beschäftigt. Der gebürtige Preetzer Callisen stieg von Barbierlehrling zum beachteten Chirurgen auf.

Die Kunsthistorikerin Dr. Miriam J. Hoffmann fand im Archiv des Kreismuseums einen historischen Kettenbrief, der 1724 auf die Reise geschickt wurde. Den Eigentümer sollte der Brief kugel- und feuersicher machen, er sollte nicht krank werden und „eine liebliche Brut zur Welt bringen“.

Interessante Einblicke in den Schulalltag in Plön liefert der Historiker Professor Dr. Detlev Kraack aus Plön. In seiner schulhistorischen Abhandlung beschreibt er auch Zeugnisse der Plöner Gelehrtenschule aus den Jahren 1828 bis 1840. Damals sagten die Lehrer ihren Schülern noch sehr direkt, wofür sie geeignet waren oder eben auch nicht.

Professor Dr. Gerhard Kay Birkner aus Plön hat etwas über die Bestattungskultur in Plön Ende des 18. Jahrhunderts herausgefunden und neue Erkenntnisse über Christoph Blome beschrieben, dem im Jahrbuch 2015 bereits ein ausführliches Kapitel gewidmet war. Bernd Koop beschreibt den Stieglitz als „Vogel des Jahres“. Dr. Hans-Joachim Kruse aus Plön hat die Geschichte der Glashütte der Glasermeister Elias und Franz Jüngling aufgeschrieben.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen