26 500 Karten bis jetzt: Musical und Oper erfolgreich

Hardy Rudolz (li, Musical), Dominique Caron (Oper) und Falk Herzog freuen sich, dass beide Stücke so gut ankommen beim Publikum.
Hardy Rudolz (li, Musical), Dominique Caron (Oper) und Falk Herzog freuen sich, dass beide Stücke so gut ankommen beim Publikum.

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23. Juli 2018, 00:15 Uhr

Glückliche Gesichter soweit das Auge reicht: Nach der „La Traviata“-Premiere verließen unzählige beseelte Menschen die Freilichtbühne in Richtung Heimat. „Hervorragend. Die Bühne, die Stimmen. Einfach großartig“, sagte ein Ehepaar aus Norderstedt. Sabine Lüer aus Hamburg schloss sich an: „Die Kostüme waren so schön und der Gesang, besonders vom Vater.“

Stephan Buhs aus Berlin, von Eutiner Freunden eingeladen, lobte die Akustik und die Violetta-spielende Hale Soner: „Ich habe das Stück schon mehrfach in Berlin gesehen, auch mit Anna Netrebko, aber das hat mich bei Weitem nicht so berührt wie heute Abend.“ Wenn er etwas zum Nörgeln suchen müsste, wäre es ihr Kostüm in der ersten Szene: „Das war mehr Carmen als Violetta, ein schlichtes Etuikleid wäre opportuner gewesen.“ Verblüfft und begeistert über das Raumgefühl trotz vergleichsweise großer Freilichtbühne für diese Oper, zeigte sich Kirsten Labonte, Alfredo’s Partnerin im echten Leben: „Eigentlich wird das in anderen Häusern auf sehr engem Raum gespielt, hier ist es gar nicht aufgefallen, dass es draußen und viel größer war, das war wirklich gut gemacht.“

Während die Besucher nach Hause fuhren, feierten das Festspiel-Team mit dem Ensemble die gelungene Opern-Premiere im Torhaus. Das Strahlen in den Gesichtern wurde ergänzt von lautem Jubel, als Interimsgeschäftsführer Falk Herzog die Katze aus dem Sack ließ: „Wir haben bis heute 26 500 Karten verkauft, wir nähern uns damit der Verdopplung des Vorjahres und haben derzeit eine Auslastung von mehr als 70 Prozent.“ Der anhaltende Applaus des Publikums habe ihm Recht gegeben: „Die Oper ist ein fester Bestandteil der Eutiner Festspiele.“ Spätestens seit dieser Saison und den ausverkauften Lady-Vorstellungen dürfte jedoch auch ein Musical pro Spielzeit zu den Must-Haves der Festspiele gehören. Doch das ist Zukunftsmusik, über die das Festspiel-Team noch in der laufenden Saison (Gala-Abend ist am 31. August) entscheiden will. An diesem Premieren-Abend steht das Feiern des Erfolges, der Auftritte, des Ensembles und – das betonen Herzog sowie Intendantin Dominique Caron mehrfach – der vielen Menschen im Hintergrund, ohne die das Gelingen dieser Spielzeit nicht möglich gewesen wäre, im Vordergrund.

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