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Freiwillige Feuerwehr Eutin : „253 Mal hat die Wehr geholfen“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Es war ein durchschnittliches Jahr, das die Eutiner Feuerwehr Jahr Revue passieren ließ. Beim Blick in die Zukunft warnt Wehrführer Wolfgang Mevs vor einer erzwungenen Zusammenlegung von städtischen Wehren.

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erstellt am 22.Feb.2014 | 18:25 Uhr

Der Blick auf die Einsätze verrät nichts Spektakuläres. Es ist die Fülle, die beeindruckt: „253 Mal wurde die Feuerwehr Eutin im Jahr 2013 zu Hilfe gerufen“, stellte Wehrführer Wolfgang Mevs am Freitagabend in der Jahresversammlung fest. Im Kasino auf Hubertushöhe verband er den Rückblick mit der Bekräftigung, dass die Eutiner Wehr helfe, wo Hilfe gebraucht werde, und nicht erst die Frage stelle, ob die Aufgabe auch jemand anders lösen könne. Mevs betonte, dass die Wehr ihre Aufgaben auch dank einer guten Ausrüstung erfüllt habe.

Zum Einsatzgeschehen gehörten 31 Klein- und Mittelbrände. Der einzige Großbrand sei ein Feuer in Sieversdorf gewesen, wohin die Eutiner zur nachbarlichen Hilfe gerufen worden waren. Überhaupt erfolgten 41 der 253 Einsätze jenseits der Stadtgrenzen. Unter den technischen Hilfeleistungen waren sechs schwere Verkehrsunfälle und ein Bahnunfall mit einemTodesopfer. Mevs: „Insgesamt darf ich festhalten, dass wir 23 Personen, von denen 18 verletzt waren, gerettet haben. Für fünf Personen kam unsere Hilfe jedoch zu spät.“

Bei der Aus- und Weiterbildung sei eine Fortbildung für 14 Atemschutzträger im holländischen Boxmeer außergewöhnlich gewesen, ebenso die Teilnahme an einem Treppenlauf von Feuerwehrleuten in Düsseldorf. Mevs dankte der Stadt, dass sie solche Aktionen unterstütze, die aber auch erheblich die Motivation der Teilnehmer steigerten.

Bei den aktuellen Mitgliederzahlen gab es im Vergleich zum Vorjahr fast nur Zuwächse: Aktuell gebe es 73 Aktive (Vorjahr 68), darunter drei Frauen, 19 Ehrenmitglieder (18) und 32 Jugendliche (22), der Förderverein habe 141 Mitglieder (142).

Noch sei die Eutiner Wehr vom demografischen Wandel nicht betroffen, sagte Mevs weiter, aber das werde vermutlich in Verbindung mit sinkender Bereitschaft zum Ehrenamt noch kommen. Dieser Herausforderung werde man aber nicht mit der verordneten Zusammenlegung von drei Feuerwehren begegnen können, betonte Mevs. „Sicher gibt es andere Gründe, die eventuell eine Zusammenlegung sinnvoll erscheinen lassen. Das Problem des demografischen Wandels gehört meiner Meinung nach allerdings nicht dazu.“ Auf Dauer werde nur helfen, Engagement bei der Feuerwehr attraktiv zu gestalten. Dazu müsse die Wehr, besonders aber die Politik beitragen, sagte Mevs.

Die Grußworte von Stadtvertretern waren alle von Dankbarkeit und tiefem Respekt für die Leistungen der Feuerwehrleute getragen, zugleich wurde versichert, dass man wieder mehr miteinander statt übereinander sprechen wolle. Vertreter benachbarter Wehren, der Schützengilde und Christian Ohlf von der Eutiner Polizei dankten für eine stets gute Zusammenarbeit. Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz versicherte den Willen der Stadt, die Feuerwehren im Rahmen des Machbaren gut auszustatten, und ein stattlicher Fahrzeugpark sei auch ein Beleg dafür.

Die höchste Auszeichnung des Abends erfuhr Axel Schulz, dem Andreas Riemke als Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes ein Bronzenes Ehrenkreuz des Schleswig-Holsteinischen Feuerwehrverbandes überreichte. Das Brandschutzehrenzeichen in Silber für 25 Jahre bekam Björn Prölß, eine Spange für 30 Jahre erhielt Klaus-Peter Lundius, für zehn Jahre Marcel Schramm. Zum Löschmeister wurde Falco Ströbel befördert. Hauptfeuerwehrmann drei Sterne wurden Arne Ufer und Michel Grunwald, in die Wehr aufgenommen Nina Beckmann, Alexander Herdt und Adrian Redepenning. Nach 21 Jahren wurde Andreas Kruse aus dem Amt des Gruppenführers der Drehleiter verabschiedet, sein Nachfolger ist Arne Ufer.

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