Corona in Ostholstein : 25 neue Fälle binnen eines Tages an Kitas, Kliniken und Schulen

Kreis spricht von „diffusem Geschehen“ durch Reiserückkehrer und private Settings. Schulaufsicht lobt Wisser-Schule.
Weniger neue Corona-Fälle (Symbolfoto einer Testnahme).

Kreis spricht von „diffusem Geschehen“ durch Reiserückkehrer und private Settings. Schulaufsicht lobt Wisser-Schule.

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18. November 2020, 17:54 Uhr

Eutin | Einen enormen Anstieg um mehr als 20 positiv getestete Fälle verzeichnete das Gesundheitsamt des Kreises von Dienstag auf Mittwoch. Laut aktueller Meldung gab es im Vergleich zum Vortag einen Anstieg um 25 positiv auf Covid-19 getestete Ostholsteiner (von insgesamt 468 auf 495). Als statistisch genesen gelten davon 347 (gestern: 320), sodass die aktuellen positiven Fälle bei derzeit 146 (gestern 148) liegen. Kreissprecherin Carina Leonhardt sagt zu dem sprunghaften Anstieg: „Der Anstieg bei den Infektionszahlen wird überwiegend durch diffuse Geschehen verursacht wie private Feiern, berufliche Settings sowie Reiserückkehrer und tritt auch in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen und Kindergärten auf. Die betroffenen Einrichtungen sind über das gesamte Kreisgebiet verteilt. Auch einige Kliniken sind betroffen.“ Detailliertere Angaben waren leider nicht zu erhalten. In Quarantäne befinden sich derzeit nur noch etwas mehr als 900 Ostholsteiner (Dienstag: 937).

Aufsicht lobt Wisser-Schule nach Kritik eines Eutiner Vaters an der Anordnung des Gesundheitsamtes

Auf die Kritik eines Eutiner Vaters, der nach Bekanntwerden einer positiv getesteten 10. Klässlerin aus der Wisser-Schule hinterfragte, wie es sein könne, dass das Gesundheitsamt nicht die gesamte Kohorte oder zumindest die betroffene Klasse informiert oder gar in Quarantäne schickt, reagierte die Schulaufsicht mit Lob für das Vorgehen der Eutiner Gemeinschaftsschule. „Aus Sicht der Schulaufsicht hat der Schulleiter sehr gewissenhaft und vorausschauend gehandelt. Das Hygienekonzept ist schlüssig. Der Informationsfluss ist, soweit er aus Gründen des Datenschutzes zulässig ist, sichergestellt“, sagte Kreissprecherin Carina Leonhardt auf Nachfrage.

Schülerin war bereits seit fünf Tagen nicht mehr in der Schule

Im speziellen Fall habe die Schülerin bereits für die Dauer von fünf Tagen nicht mehr am Unterricht teilgenommen, da sie als Kontaktperson der Kategorie 1 (Kontakt zu positiv getesteten Eltern) eingestuft wurde. „Die Infektionswahrscheinlichkeit der anderen Schüler der Klasse konnte ausgeschlossen werden, deshalb durften diese weiter am Unterricht teilnehmen. Die Schulleitung wurde entsprechend informiert. Weitere Maßnahmen waren aufgrund dieses Falls nicht erforderlich“, heißt es weiter.

Gesundheitsamt handelt nach RKI-Vorgaben

Grundsätzlich werde nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts (www.rki.de) gehandelt: „Positiv Getestete werden in die Isolierung und Kontaktpersonen der Kategorie 1 in Quarantäne geschickt und müssen in der Häuslichkeit verbleiben. Kontaktpersonen der Kategorie 2 können weiterhin ihren Aktivitäten nachgehen, insbesondere arbeiten oder zur Schule gehen, müssen sich aber selbst beobachten und bei Anzeichen von Symptomen beim Fachdienst Gesundheit melden“, erklärte Leonhardt. Der Fachdienst Gesundheit nehme immer eine Bewertung der konkreten Situation vor und leite in Kenntnis der Örtlichkeiten spezifische Maßnahmen ab.

Die Entscheidung einer Schulschließung würde von der Schulleitung getroffen, in enger Absprache mit dem Fachdienst Gesundheit. Keinesfalls habe es bisher rein vorsorgliche komplette Schulschließungen, sondern immer nur anlassbezogen eine Quarantäneanordnung einzelner betroffener Klassen oder Kohorten gegeben.

Lüften kann wie Einhaltung der AHA-Regeln auch zu geänderter Bewertung führen
Durch eine konsequente Lüftung der Klassenräume lasse sich eine Schließung zwar nicht immer verhindern, sie könne aber ebenso wie die AHA-Regel möglicherweise zu einer anderen Bewertung beitragen.







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