25 Jahre gute Kooperation

Beratung und Hilfen für Kinder, Jugendliche und Eltern bietet das Team des Kinderschutz-Zentrums Kiel in Kooperation mit dem Kreis Plön: (von links) Beraterin Anne-Katrin Wittern, Marc Ruddies (Leiter Soziale Dienste im Amt für Familie und Jugend Kreis Plön), Brigitte Linke (Leitung Kinderschutz-Zentrum Kiel), Anselm Brößkamp (Leiter Amt für Familie und Jugend Kreis Plön), Irene Johns (Landesvorsitzende Kinderschutzbund), Beraterin Anke Immenroth und Lidija Baumann als Leitung des Kinderschutzzentrums Kiel.
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Beratung und Hilfen für Kinder, Jugendliche und Eltern bietet das Team des Kinderschutz-Zentrums Kiel in Kooperation mit dem Kreis Plön: (von links) Beraterin Anne-Katrin Wittern, Marc Ruddies (Leiter Soziale Dienste im Amt für Familie und Jugend Kreis Plön), Brigitte Linke (Leitung Kinderschutz-Zentrum Kiel), Anselm Brößkamp (Leiter Amt für Familie und Jugend Kreis Plön), Irene Johns (Landesvorsitzende Kinderschutzbund), Beraterin Anke Immenroth und Lidija Baumann als Leitung des Kinderschutzzentrums Kiel.

Kreispräsident Peter Sönnichsen lobt Zusammenarbeit von Kinderschutzzentrum Kiel und dem Kreis Plön

shz.de von
31. Mai 2018, 12:31 Uhr

Kinder und Jugendliche finden hier Rat und Schutz bei Misshandlung, Missbrauch, Vernachlässigung und Gewalt, Eltern, Lehrer und Betreuer Hilfe bei Krisen: Seit 1993 kooperieren das Kinderschutzzentrum Kiel und der Kreis Plön erfolgreich. Das 25-jährige Jubiläum nahmen rund 100 geladene Gäste aus dem Kreis Plön und Kiel zum Anlass für Rück- und Ausblick mit Vorträgen, Musik und Theater unter dem Motto „Entwicklung unterstützen – Unterstützung entwickeln“.

„Liebe Familie Kindeswohl“, begann Kreispräsident Peter Sönnichsen seine Rede und erinnerte an das Datum 1. September 1993 im selben Jahr, als ein Gesetz erlassen wurde, das Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie unter Strafe stellte. Was mit einer halben Fachkraftstelle und 54 Hilfsanfragen begonnen habe, mündete 2017 in 233 Hilfsanfragen (2003 waren es 106) und einen Haushaltsansatz des Kreises zur Unterstützung von 104 000 Euro jährlich. „Der Kreis Plön nimmt seine Beteiligung sehr ernst“, so Sönnichsen und betonte, wie wichtig es sei, aufmerksam durch den Alltag zu gehen und zu sehen, wenn mit einem Kind etwas nicht stimmt.

„Kinderschutz ist für uns, tragfähige Brücken zu bauen“, formulierte es Irene Johns. Lange sei bei Verdacht auf Missbrauch das Vorgehen bei Fachkräften nicht abrufbar gewesen, man habe nicht gewusst, wie damit umzugehen sei, erzählte die Landesvorsitzende des Kinderschutzbundes vom Auslöser der Kooperation, dem Anruf eines Mädchens aus dem Kreis Plön 1992, dessen 15-jährige Schwester vom Vater missbraucht wurde. Johns erinnerte an Dr. Inga Asmussen, drei Jahre später Gründerin des Kinderschutzbundes im Kreis Plön, und an ihre Gespräche mit dem betroffenen Mädchen. Brigitte Linke, heute Leiterin des Kieler Kinderschutz-Zentrums, habe damals mit den Eltern gesprochen. „Zunächst stritt der Vater alles ab, dann gestand er schließlich. Der Albtraum des Mädchens wurde „besprechbare Realität“, so Johns. Am 17. März 1993 unterzeichneten Kreispräsidentin Hannelore Fojut, der stellvertretende Landrat Dr. Jörg Lorenzen und Irene Johns als Leiterin des Kinderschutzzentrums den Vertrag. Die Förderung sei damals zunächst auf ein Jahr begrenzt worden. Heute verzeichne man 300 Hilfsanfragen aus dem Kreis pro Jahr, 20 Prozent der betroffenen Kinder seien bis zu drei Jahre alt. Der Kreis habe erkannt, wie wichtig frühe Hilfen für Eltern seien. Das Zentrum sei Dolmetscher für die Kinder und übersetze Belastungssituationen.


Weitere Infos unter www.kinder schutz-zentrum-kiel.de

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