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25 Interessierte bei Gründung von „Gegenwind“ in Bosau

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 16.Jun.2015 | 12:41 Uhr

Unvorbereitet und planlos verlief die Gründungsversammlung der Bürgerinitiative „Bosauer Gegenwind“, zu der Initiator Ernst-Günther Schneider am Montag eingeladen hatte. 25 Einwohner zeigten Interesse.

Schneider rief knapp 15 Minuten nach Eröffnung die Gründung der Bürgerinitiative aus. Doch bis dahin hatte sich kaum einer zur Initiative bekannt. Obwohl Schneider massiv gegen Cornelia Ferichs aus Thürk als Sprecherin der Initiative konterte („Frau Ferichs will ich hier nicht haben...“), wurde sie mehrheitlich, bei drei Enthaltungen, gewählt. Das einzige Ziel der Initiative, so Schneider, soll die Verhinderung des Baus von fünf bis zu 200 Meter hohen und zur Flugsicherung beleuchteten Windkraftanlagen am Hassendorfer Kreuz sein. CDU, SPD und Grünen hatten das Vorhaben in der Gemeindevertretung auf den Weg gebracht. 29 Widersprüche waren bei Auslage der Pläne eingegangen. Schneider habe „als Bürger der Gemeinde und nicht als FDP-Gemeindevertreter“ gegen das seit viereinhalb Jahren geplante Projekt ein Veto eingereicht.

Details und Hintergründe zu den geplanten Windrädern, die Cornelia Frerichs darlegen wollte, ließ Schneider nicht zu: „Ich habe klar gesagt, was ich will, und nichts anderes will ich hören.“ Nachfragen waren nicht erwünscht. Das führte bei einigen potenziellen Mitstreitern zu Irritationen.

Dr. Henrike Reinbold brachte den Vorschlag für ein Bürgerbegehren. Große Chancen gab sie dem Plan allerdings nicht, da die Ansprache bei den Einwohnern in der Gemeinde mit 15 Ortschaften nur schwer realisierbar sei. Es mache keinen Sinn die Windräder aufzustellen, solange es keine Speicherung gebe. Als einzige sinnvolle Möglichkeit bezeichnete sie das Gespräch mit den Gemeindevertretern, die sich aus dem Projekt zurückziehen sollten.

Für Dr. Holger Sommer war Beweggrund der mehrheitlichen Entscheidung der Gemeindevertretung nachvollziehbar. „Die Gemeinde schreibt seit fünf Jahren rote Zahlen. Der Bau der Windkraftanlagen ist eine Chance auf schwarze Zahlen“, so Sommer, der von 250  000 Euro pro Anlage ausging.

 

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