Aktion „Eutin tritt an“ : „2400 Liter Benzin gespart“

Bis zu den Pedalen reichen die Beine noch nicht: Mads Marquardt (von rechts) mit seinem neuen Fahrrad, das ihm Michael Götte und Alexander Bauer überreichten.
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Bis zu den Pedalen reichen die Beine noch nicht: Mads Marquardt (von rechts) mit seinem neuen Fahrrad, das ihm Michael Götte und Alexander Bauer überreichten.

Bei der zweiten Aktion zur Beförderung des Fahrradfahrens in der Kreisstadt wurden über 29 000 Fahrrad-Kilometer in die Wertung eingebracht. Den ausgelosten Hauptpreis bekam der jüngste Teilnehmer, der fünfjährige Mads Marquardt.

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01. Juni 2014, 19:15 Uhr

Schwere Maschinen und leichte Zweiräder teilten sich gestern beim verkaufsoffenen Sonntag den Markt: Während 32 alte Trecker und einige hochmoderne Modelle zum mittlerweile fünften „Trecker-Sonntag“ ausgestellt wurden, schloss die Initiative „Fahrradfreundliches Eutin“ ihre zweite Aktion „Eutin tritt an“ mit der Siegerehrung ab.

Die endete mit einer kuriosen Auslosung: Ausgerechnet der jüngste der 174 Teilnehmer, der fünfjährige Mads Marquardt aus Eutin, gewann den Hauptpreis. Das Fahrrad im Wert von etwa 1000 Euro, das vom Brauhaus und dem Fahrrad-Laden Thomas Lutz gestiftet worden war, ist der Nachbau eines Milchmann-Rades aus den USA. Bis der neue Eigentümer die Pedale treten kann, werden allerdings noch einige Jahre vergehen.

Alexander Bauer von der Fahrrad-Initiative, der gemeinsam mit Michael Götte die Siegerehrung vornahm, berichtete fast nur von Zuwächsen. 29 019 Kilometer seien von den 174 Teilnehmern der zweiten Aktion in den vergangenen vier Wochen geradelt worden, 5000 mehr als vergangenes Jahr. 30 Prozent mehr Teilnehmer in insgesamt 41 Teams hätten für einen spannenden Wettbewerb gesorgt.

Den entschieden Angela Rahn, Janne Rahn und Gerald Heiß mit dem Teamnamen „Nicht nur im Mai“ mit 1411 Gesamtkilometern (470 im Schnitt pro Radler) für sich – wie schon im Vorjahr. Ohne die Spitzenleistung von Gerald Heiß, der mit 916 Kilometer die beste Einzelwertung „einfuhr“, wären die besten Junioren vom Team „Die drei Gasgeber“, Lina, Lenni und Mads Marquardt, allerdings nahe herangekommen: 1213 Gesamtkilometer; 404 im Schnitt pro Kopf.

Auch die Masters über 65 Jahre hätten sich im Vergleich zu 2013 enorm gesteigert: Die Bürgerstiftung Eutin mit Ingrid und Norbert Berger, Hans-Ulrich Asbach, Karin und Hans-Jürgen Clausen brachte 1729 Gesamtkilometer in die Wertung, 346 pro Kopf. Das Team Seepark mit Heike Papenburg, Heide Stock und Erika Ulich schaffte mit 430 Gesamtkilometern Platz zwei, nachdem es vergangenes Jahr die Seniorenwertung gewonnen hatte. Aber Erika Ulich, mit 86 Jahren die älteste Teilnehmerin, steigerte ihre Vorjahresleistung um mehr als das doppelte auf 172 Kilometer.

Die längste Gesamtstrecke schafft mit 2295 Gesamtkilometern das Forum Eutin, das mit 16 Teilnehmern auch die größte Gruppe stellte.

Alexander Bauer rechnete vor: Mehr als 2400 Liter Benzin und damit mehr als 3580 Euro seien in nur vier Wochen durch die Nutzung des Fahrrads eingespart worden. Und: „Der starke Zulauf zu ,Eutin tritt an!‘ zeigt erneut, dass auch in Eutin der Radverkehrsanteil dauerhaft erhöht werden könnte, wenn die Gegebenheiten verbessert werden.“

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