22 Siege in 22 Spielen geholt

Als Senior ist Paul Sprick Co-Kapitän des Basketballteams der Greensboro Day School.
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Als Senior ist Paul Sprick Co-Kapitän des Basketballteams der Greensboro Day School.

Paul Sprick steht mit den Basketballern aus Greensboro nach einem Ranking der Zeitung „USA today“ landesweit auf Platz 15

shz.de von
04. Januar 2015, 13:59 Uhr

Für das Basketballteam der Greensboro Day School war der 14. November ein großer Tag. Coach Freddy Johnson feierte mit dem 73:30 gegen die Covenant Day School aus Matthews in Nord Carolina den 900. Sieg in seiner Trainerlaufbahn. Johnson ist seit 1977 für die erfolgsverwöhnten Basketballer verantwortlich, seit eineinhalb Jahren auch für den 19jährigen Eutiner Paul Sprick, der bei Johnsons Jubiläumssieg auf dem Feld stand. Laut einem Ranking der Zeitung „USA today“ ist das Team aus Greensboro in den USA von allen High School Teams auf Platz 15 – von rund 17  000 Mannschaften.

Paul Sprick ist seit den Sommerferien ein „Senior“, das heißt, dass er nach diesem Schuljahr auf ein College wechseln wird. Der Eutiner steht mit einigen Hochschulen in Verbindung. Er will sich bis Mitte März entscheiden, wohin die Reise geht. Zurzeit liebäugelt er mit der „University of Alaska“ in
Anchorage. „Ich liebe den Schnee“, sagt Paul Sprick, er habe mit seinen Eltern oft im Schnee Winterurlaub gemacht. An Anchorage reizt ihn aber weniger der Schnee als vielmehr die Aussicht auf Anhieb die Chance auf einen Platz im Team zu erhalten. „Es muss nicht gleich die Starting Five sein, aber ich möchte in der Mannschaft gleich eine Rolle spielen und nicht als reiner Trainingsspieler beginnen“, stellt er fest. Und es gibt weitere Argumente für Alaska: die gute akademische Ausbildung, die beeindruckenden Gebäude und die moderne Sporthalle.

Weihnachten hatte Paul Sprick Besuch aus Deutschland, seine Eltern waren nach Nord Carolina geflogen und haben ihren Sohn fünf Mal spielen sehen. „Das war für mich etwas Besonderes“, sagt Paul Sprick. Umso besser, dass die Greensboro Day School von Sieg zu Sieg eilt. In 22 Spielen stehen 22 Siege zu Buche. „Wir sind alle auf der gleichen Wellenlänge“, meint Paul zur Stärke des Teams. Coach Johnson habe acht Spieler, die auf ungefähr gleichem Niveau einzuordnen seien. Ausnahme ist Peter Agba, ein Spieler aus Nigeria, der für die University of Akron in Ohio auflaufen wird. „Er ist zwei Meter groß und macht in unserem Team die meisten Punkte. Peter
Agba ist ein Freak of Nature, seine Spannweite beträgt 2,15 Meter.“ In Akron werde Peter Agba unter die Fittiche von Keith Dambrot genommen, das ist der Coach, der unter anderem LeBron James trainiert hat.

Paul Sprick ist in Greensboro der erste Spieler, der von der Bank eingewechselt wird, wenn er nicht ohnehin von Anfang an spielt. „Ich bin eine Nummer 1, ein Point Guard, das war schon immer so“, sagt Paul Sprick, der der Co-Kapitän des Teams ist, das Spiel aufbaut und nach eigener Einschätzung vor allem im Abwehrverhalten dazugelernt hat. Ein High School Punktspiel dauert in den USA 32 Minuten. „Wir lassen höchsten 38 Punkte zu“, erläutert Sprick die bisherige Bilanz.

Der nächste Schritt in den Punktspielen ist die sogenannte Conference, in der acht Teams spielen, davon drei aus den Top 100. USA-weit werden zwölf Conferences gespielt. „Wir waren letztes Jahr Conference Champion und wollen den Titel auch in diesem Jahr verteidigen“, sagt Paul Sprick. Ende Februar steht dann fest, welche Teams zum State Tournament eingeladen werden, bei dem der High-School Champion der USA ermittelt wird.

In der Schule steht die nächste wichtige Prüfung am 10. Januar auf dem Terminplan, die „Tofl“ genannt wird, der Test of foreign Language, der die Sprachgewandtheit der Studenten überprüft, die aus dem Ausland kommen. Er spreche nahezu perfekt Englisch, ein Akzent sei nicht herauszuhören, haben ihm viele Amerikaner versichert. Die Gründe liegen sicher auch darin, dass er in Deutschland bei dem US-Amerikaner Bob Alexander trainiert hat.

Für die entscheidenden Spiele bekommt Paul Sprick Unterstützung aus Deutschland. Paul Kohlmorgen und Markus Wegner, mit denen
er für die BG Ostholstein in Eutin gespielt hat, werden ihn ab dem heutigen 15. Januar für sechs Tage besuchen. Die Beiden sind mit dem Programm „Work and Travel“ in die USA gereist.

„Sie werden dabei sein, wenn wir im Spitzenspiel auf das Team aus Wesleyan treffen. Dass Paul und Markus mich besuchen, ist eine tolle Geste“, sagt Paul Sprick und hofft, dass die Siegesserie der Greensboro Day School gegen die Universität von Wesleyan in Connecticut weitergeht.

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