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2013 brachte Arbeitsmarkt den besten Durchschnittswert seit 1992

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Im Kreis Plön ist im Dezember die Arbeitslosigkeit weiter gewachsen: 3588 Betroffene waren 223 mehr als im November und 100 mehr als vor einem Jahr.

Diese Entwicklung sei in einem Kreis wie Plön mit saisonalen Schwankungen durchaus üblich, sagt Dr. Wolf-Dieter Schmidtke-Glamann, Leiter der zuständigen Agentur für Arbeit Kiel. Interessanter sei ein langfristiger Vergleich: „Wir haben es im Kreis Plön – vereinfacht gesagt - mit einem Mix aus verhaltener Konjunktur, gedämpfter Aufnahmekapazität auf dem Arbeitsmarkt und einem geringeren Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente – insbesondere in der Grundsicherung – zu tun.“

Die Auswirkungen dieser einzelnen Aspekte seien unterschiedlich. So sei die Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich bei den länger Arbeitslosen deutlich um 141 gestiegen. Maßgeblich habe dazu beigetragen, dass im letzten Quartal zahlreiche Qualifizierungen für langzeitarbeitslose Kunden ausgelaufen seien. Dabei werde auch eine Kürzung der Mittel für solche Maßnahmen spürbar. Einen gleichzeitigen Rückgang bei den kurzzeitigen Arbeitslosen im Vorjahresvergleich führt Schmidtke-Glamann auf den deutlich milderen Winter zurück.

Dennoch habe sich im Dezember der langfristige Trend auf dem Arbeitsmarkt fortgesetzt: 34 oder 46,6 Prozent mehr an sozialversicherungspflichtigen Stellen als im Vorjahr sei ein respektables Ergebnis. Vor allem im Dienstleistungsgewerbe und Handel sei im Vorweihnachtsgeschäft eingestellt worden.

Anders als in Kiel schlage die gebremste Dynamik auf dem Arbeitsmarkt noch nicht in den Jahresdurchschnittswerten für 2013 durch. Insgesamt seien im Kreis Plön im Jahresdurchschnitt 3582 Menschen als arbeitslos registriert gewesen. Das seien 31 weniger als im Jahr zuvor. Im Vergleich zum Jahr 2005, dem Jahr mit dem höchsten Jahresdurchschnitt, betrage der Rückgang aber 2580 oder 41,9 Prozent.

Schmidtke-Glamann: „Im Kreis Plön haben wir den besten Jahresdurchschnittswert seit 1992 zu verzeichnen. Das ist auf der einen Seite sehr erfreulich. Dennoch haben insbesondere die letzten Wochen gezeigt, dass Arbeitsmarktpolitik auch in einem eher ländlich geprägten Kreis wie Plön eine wichtige Rolle spielt. Das Angebot musste wegen weniger bereit stehender finanzieller Mittel im letzten Quartal 2013 reduziert werden. So sind die Auswirkungen auf den Jahresdurchschnittswert geringer als beispielsweise in der Landeshauptstadt Kiel.“

In der Summe gebe es auch weniger Möglichkeiten für Menschen, nach einer Qualifizierung vor Ort Arbeit zu finden. „Ich rechne unter diesen Voraussetzungen für das Jahr 2014 damit, dass sich der Jahresdurchschnittswert auf dem Niveau des abgelaufenen Jahres bewegen wird.“

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erstellt am 08.Jan.2014 | 00:34 Uhr

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