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Ostholsteiner Anzeiger

22. Oktober 2017 | 21:39 Uhr

2000 Augen nur für den Eisstar

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Rund 1000 Besucher waren zur Eisbahneröffnung mit Tanja Szewczenko gekommen / Lichterstadt geriet zur Nebensache

shz.de von
erstellt am 27.Nov.2014 | 09:59 Uhr

Unzählige strahlende Augenpaare erwarteten die einstige Eisprinzessin Tanja Szewczenko (37) auf dem Eis. „Ob sie noch genauso gut ist wie früher?“ oder „Ich bin so gespannt, wie sie aussieht“ wurde kurz vor ihrem Auftritt an der Bande der Eisbahn gemunkelt.

Dass 16.50 Uhr – zehn Minuten vor dem Auftritt des mit Spannung erwarteten Eisstars – die Lichterstadt Eutin eröffnet wird, schien fast zur Nebensache degradiert. Auch Stadtmanagerin Kerstin Stein-Schmidt gestand vor ihrem Auftritt: „Sie ist ein Star meiner Kindheit. Ich saß damals vorm Fernsehen und habe ihr bei all den Läufen zugeschaut.“ Gestern dann stand sie ihrem Eis-Idol gegenüber und interviewte sie für die rund 1000 Besucher auf dem Eutiner Markt. Dabei zeigte sich die junge Mutter, Schauspielerin und Buchautorin als ein Star ohne Allüren. „Die Meinung der Menschen über uns ‚Promis‘ geht weit von der Wirklichkeit weg“, erzählt sie. Heute Morgen noch habe sie den Wäschekorb getragen, ihre Tochter in die Kita gebracht und sich dann im Auto selbst auf den Weg von Köln nach Eutin gemacht. Ihre Ankunft hier war denkbar knapp – „unterwegs geriet ich in eine Vollsperrung und sah später ein verbranntes Auto“.

Punkt 17 Uhr eröffnete sie die Eisbahn mit einer kleinen Kür zu Winterwonderland. „Ich dachte mir, dass passt gut zur Einstimmung auf die Weihnachtszeit“, verriet sie im Vorfeld. Mit Eutin, so erzählte sie, verbinde sie ihre heute 86-jährige Großmutter, die hier immer zur Jugenderholung gewesen sei. Sie selbst habe die Lübecker Bucht in ihrer Zeit als Schauspielerin bei den Karl-May-Festspielen in Segeberg regelmäßig besucht.

Nach der kleinen Kür, die von zahlreichen Zuschauern mit dem Handy filmend verfolgt wurde, durften sechs Mädchen aus dem Publikum zu ihr auf die Eisfläche für drei Spiele. Die Jüngste unter ihnen war die sechsjährige Mia aus Eutin. Schon beim ersten Lauf stellte Tanja Szewczenko fest: „Du läufst aber noch nicht so lange.“ Die Spiele hat Mia allerdings mit Bravour gemeistert und sich einfach von der jungen Mutter und einstigen Eiskönigin unter die Arme nehmen und führen lassen. „Es war toll, großartig“, sagte Mia, als es für sie wieder vom Eis ging. Anschließend gab es eine kurze Autogrammstunde, denn die Lütjenburger Eisbahn wartete ebenfalls auf Tanja Szewczenko.

Allerdings ging sie nicht, ohne eine Botschaft für die Kinder zu hinterlassen: „Es ist wichtig, dass Ihr an Eure Träume glaubt. Ich wurde mit vier und fünf Jahren immer belächelt, als ich sagte, dass ich eine berühmte Eisläuferin werden will. Ich habe meinen Weg gemacht, weil ich daran geglaubt habe.“

Bis zum 4. Januar können große und kleine Schlittschuhbegeisterte auf der 450 Quadratmeter großen Bahn ihre Runden drehen. Genauso lange werden 6100 Leuchtdioden und 425 Lampen 75 Häuser und Bäume anstrahlen und Eutin als einzigartige Lichterstadt in den dunklen Stunden schöner machen. Der Lübecker Lichtkünstler Stefan Teichmann und das Team um Arend Knoop setzten in diesem Jahr erstmals den Bahnhof in Szene. Von hier zieht sich ein blauer Faden durch den Durchgang in die Peterstraße bis über den Markt hin zum Rosengarten. Mit der Farbe blau, die in allen Nuancen in diesem Jahr eine Rolle spielt, würdigt Stefan Teichmann die drei Physiknobelpreisträger, denen es erstmals gelungen ist, blaue LEDs zu entwickeln.

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