Erfolg für die Feuerwehr : 200. Maschinisten-Lehrgang gefeiert

Maschinisten-Lehrgang: 15 Feuerwehrleute aus dem gesamten Kreis Plön nahmen am 200. Maschinisten-Lehrgang teil.
1 von 3
Maschinisten-Lehrgang: 15 Feuerwehrleute aus dem gesamten Kreis Plön nahmen am 200. Maschinisten-Lehrgang teil.

Im Kreisfeuerwehrverband Plön wurden in den vergangenen 50 Jahren rund 5000 Feuerwehrleute zu Maschinisten ausgebildet

von
01. Juni 2014, 16:04 Uhr

Es brennt. Um das Feuer zu löschen, brauchen die Feuerwehrleute Wasser. Dafür, dass am Brandherd auch genügend Wasser mit einem ausreichenden Druck ankommt, sind die Maschinisten zuständig. Mehrmals im Jahr werden angehende Maschinisten in der Kreisfeuerwehrzentrale Plön für diese Aufgabe ausgebildet. Nun fand der inzwischen 200. Ausbildungslehrgang statt. Rund 5000 Feuerwehrleute aus dem Kreis Plön haben im Laufe der Zeit die Bedienung der Feuerwehrfahrzeuge sowie der dort installierten Maschinen gelernt.

Wann genau der erste Maschinisten-Lehrgang im Kreis Plön stattfand, daran kann sich Kreiswehrführer Manfred Stender nicht erinnern. „Das muss Anfang der 1960er Jahre gewesen sein“, sagt er nach eingehender Beratung mit Gerhard Paustian, Dieter Gasenzer, Klaus Jahr und Hans Stoltenberg. Die vier Männer waren in den vergangenen Jahrzehnten Ausbilder an der Kreisfeuerwehrzentrale. An der Ausbildung habe sich in dieser Zeit relativ wenig verändert, so die vier Männer. „Die Pumpen sind moderner geworden“, hat Paustian festgestellt. Wurden die Maschinisten zu Beginn jedoch mangels anderer Technik Anfang der 60er Jahre nur an den Pumpen ausgebildet, müssen sie heute auch wissen, wie sie mit Stromerzeugern, Schneid- und Spreizgeräten oder Winden umgehen müssen. Das lernen sie an insgesamt zwei Sonnabenden.

Eben dieser Termin ab Sonnabendvormittag aber stellte sich manchmal als Problem heraus, erinnert sich Hans Stoltenberg, Ausbilder von 1996 bis 2011. „Mit der Konzentration war es bei den Teilnehmern manchmal etwas schwierig, besonders wenn sie am Abend vorher gefeiert hatten.“ Und ab und zu sei sogar auch mal ein angehender Maschinist während des Theorieunterrichtes eingeschlafen. „Das waren oft Landwirte, die waren es nicht gewohnt, uns zwei Stunden lang zuzuhören“, erklärt Klaus Jahr, der von 1983 bis 1998 Ausbilder war. Einig aber sind sich alle vier Ausbilder darin, dass es immer eine schöne Zeit mit den Lehrgangsteilnehmern war. „Die waren ja freiwillig hier und wollten etwas lernen“, begründet Gerhard Paustian, der zwischen 1973 und 1985 Maschinisten ausbildete.

Ganz zum Schluss, während Paustian, Gasenzer, Jahr und Stoltenberg ihren Nachfolger Kai-Uwe Hartmann und die Teilnehmer des 200. Maschinisten-Lehrganges beobachten, da fällt ihnen doch noch ein Unterschied zu früher auf. Als nämlich Hartmann seinen Schützlingen ans Herz legt, während der Arbeit in der Nähe der Pumpen einen Hörschutz zu tragen. „So etwas gab es bei uns nicht. Sind die Pumpen etwa lauter geworden?“, brummelt Jahr. Nein, sind sie nicht. Aber die Ausbildung der Feuerwehrleute sicherer.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen