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20 Gemeinden im Kreis Plön bekommen Besuch vom Gasspürer

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 02.Mai.2016 | 12:16 Uhr

Für die Sicherheit der Gasnetze sind in den kommenden Wochen die Gasspürer im Auftrag von Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) im Kreis Plön unterwegs. In 20 Gemeinden überprüfen die Experten über einen Zeitraum von mehreren Monaten insgesamt 320 Kilometer der unterirdisch verlegten Gasleitungen.

Gasspüren ist kein Ausbildungsberuf. Eine technische Ausbildung und jahrelange Erfahrung – das komplette erste Jahr durch Anleitung eines erfahrenen Gasspürers – sowie das Ablegen einer Prüfung qualifizieren die Kollegen für die sensible Tätigkeit des Gasspürens. Mit der am Stab vor sich hingeführten Messsonde, die über einen Schlauch mit dem Gasspürgerät auf dem Rücken verbunden ist, sowie einem Tablet-PC ausgerüstet, macht sich der Gasspürer zu Fuß auf den Weg durch Straßen im Kreis Plön. Der PC zeigt die Lage der Gasleitungen, ob Hoch-, Mittel- oder Niederdruck, genau an, sodass die Gasspürer wissen, wo sie sich auf die Suche machen müssen.

Das Gerät saugt die Luft direkt über dem Boden ab und kann bereits kleinste Mengen an Gas in der Luft erkennen. Wenn es einen Schadenshinweis gibt, lokalisiert der Gasspürer den Ursprung des Gases und kann feststellen, ob es sich hierbei tatsächlich um austretendes Erdgas handelt – oder beispielsweise um Faulgase aus dem Boden. Ist ein Schaden an einer Erdgasleitung vorhanden, klassifiziert der Gasspür-Experte die Dringlichkeit: Falls nötig, sind die beauftragten Rohrnetzkolonnen innerhalb kürzester Zeit vor Ort.

Ab sofort begehen die Gasspürer im Auftrag von SH Netz das Gasnetz im Kreis Plön. Pro Jahr läuft ein Gasspürer, je nach Einsatzgebiet, etwa 600 bis 800 Kilometer. Bei Regen, Frost und Schnee kann kein Gas gespürt werden. Da das Gasspüren eine Tätigkeit mit hoher Verantwortung ist – schließlich geht es hierbei um die Versorgungssicherheit der Hausanschlüsse und Versorgungsleitungen im Kreis Plön – müssen die Gasspürer ihr Zertifikat regelmäßig durch eine Prüfung auffrischen.

Gespürt wird in Ascheberg Behrensdorf, Bendfeld, Fahren, Fargau-Pratjau, Höhndorf, Köhn, Krummbek, Lebrade, Lehmkuhlen, Lütjenburg, Martensrade, Mucheln, Panker, Plön, Rathjensdorf, Schlesen, Stakendorf, Stoltenberg und Tröndel.

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