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2,78 Millionen Euro für Verbesserungen am Sportplatz Waldeck eingeplant

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 07.Okt.2017 | 00:28 Uhr

Diese Nachricht wird Anwohner und Sportler gleichermaßen freuen: Die Stadt plant die „Verbesserung der verkehrlichen Anbindung“ und ebenso den Sanierungsstau an der Sportanlage am Waldeck zu beseitigen. Dafür stehen im Finanzplan für 2020 fast drei Millionen Euro (2,78 Millionen). Das geht aus den Unterlagen des jüngsten Bau- und Stadtentwicklungsausschusses der vergangenen Woche hervor.

Anwohner hatten sich im Mobilitätsbeirat Gehör verschafft und auf ihre empfundenen Einschränkungen hingewiesen. „Viele fühlen sich unsicher als Fußgänger, Reiter oder haben Angst dort mit dem Kinderwagen entlang zu gehen, weil die Autos hoch und runter rasen“, sagte Michelle Neumann stellvertretend für rund 35 Fissauer Familien, die dieses Anliegen in einem Brief unterschrieben haben. Bei einem anschließenden Gespräch mit den Verantwortlichen des Vereins Waldeck als Gemeinschaft aller dort aktiven Sportvereine wurde deutlich, das mitnichten der Aufstieg von Eutin 08 Auslöser der verkehrlichen Situation ist, sondern der alltägliche Trainingsbetrieb von rund 25 Mannschaften pro Woche sowie der Verkehr der Eltern, die ihre Kinder zu diesem Training fahren und abholen (wir berichteten).

Die Stadt denkt nun über den Ankauf einer benachbarten Fläche nach, um gegebenenfalls eine zweite Fahrspur zu errichten und Platz für weitere Stellplätze zu haben, erklärte die kommissarische Bauamtsleiterin Simone Handschuck am Rande des Bauausschusses. Susanne Stange vom Fachdienst für Stadt- und Gemeindeplanung machte im Stadtentwicklungsausschuss am Donnerstagabend deutlich, dass die dortige Sportanlage bislang auf einer Grünfläche entstanden ist und dies im Flächennutzungsplan nun dringend zu ändern sei. „Wir haben für den Umbau des A-Platzes eine Baugenehmigung für zwei Jahre erhalten und mussten versprechen, dass wir die Bauleitplanung und die Flächennutzungsplanung anpassen“, sagte Stange. Andernfalls sei keinerlei Veränderung zum jetzigen Zustand möglich. Der Ausschuss beschied das einstimmig.

Außerdem wies Stange darauf hin, dass durch eine Aufwertung der landwirtschaftlichen Fläche (im Bild links von der Sportanlage), das stadteigene Ökokonto vergrößert werden könnte – unter anderem für den Knickausgleich. Über einen möglichen Kauf für die Verbesserung der Zuwegung zum Fritz-Latendorf-Stadion werden derzeit Gespräche mit der Eigentümerin geführt. Mit der Änderung des Flächennutzungsplanes sei es nun außerdem möglich, Förderanträge für Sportstättensanierung zu beantragen. Aus dem Ausschuss kam außerdem der Vorschlag, die Dorfschaft in die Planungen mit einzubeziehen.

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