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Zweite Eutiner Fahrradaktion : 185 wollen mehr Rad fahren

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bei der Mitmachaktion „Eutin tritt an“ haben sich neun Teams mehr gemeldet als im vergangenen Jahr.

„Eutin tritt an“ hieß es gestern zum zweiten Mal im historischen Zentrum der Kreisstadt. Anders als im Mai 2013 fehlte Sonnenschein, und das machte sich auch bei der Zahl der Besucher bemerkbar.

Alexander Bauer von der Initiative Fahrradfreundliches Eutin war gestern Abend trotzdem „sehr zufrieden“, nachdem die Anmeldungen zum zweiten Wettbewerb gezählt waren: 54 mindestes dreiköpfige Teams machen mit, neun mehr als vergangenes Jahr.

Damit haben sich rund 185 Menschen vorgenommen, bis 30. Mai alltägliche Wege mit dem Fahrrad zu fahren und die dabei zurück gelegten Kilometer zu protokollieren. Die Siegerehrung wird am 1. Juni beim nächsten verkaufsoffenen Sonntag stattfinden. Der Hauptpreis, ein aus den USA stammendes Fahrrad im Wert von etwa 1000 Euro, wird allerdings unabhängig von der Kilometerzahl unter den Teilnehmern verlost. Bei dem guten Stück handelt es sich um das echte Gefährt eines Milchmannes.

Wie im vergangenen Jahr waren gestern Händler mit Fahrrädern und Zubehör auf dem Markt vertreten, der Verein „Erlebnis Natur“ informierte über seine Angebote ebenso wie ein Reiseveranstalter, der Fahrradreisen vorstellte. Und trotz der geringeren Besucherzahl habe man sich über intensives Interesse gefreut. „Wir haben am Stand viele Gespräche geführt und intensiv diskutiert, und wir haben vielen unser Fahrradkonzept für Eutin vorstellen können“, sagte Bauer.

Einen praktischen Teil gab es auch: Angela Rahn vom PSV Eutin und Michael Götte von der Fahrradinitiative begleiteten einen Ausflug rund um den Großen Eutiner See, an dem 16 Radler teilnahmen. Auf dem Markt traten unterdes der Shanty-Chor Eutiner Wind und die Brauhaus-Hausband auf.

Neu war ein Stand der von der Lebenshilfe Ostholstein getragenen Initiative „Ostholstein erlebbar für alle“, die kreisweit Menschen dazu anregen möchten, die Kommunen barrierefrei zu gestalten. Vier Städte und Gemeinden – darunter Bosau – sind offiziell Projektpartner (wir berichteten), Eutin allerdings nicht.

„Es wäre natürlich schön, wenn die Kreisstadt zu den Partnern gehören würde“, sagte Projektleiterin Lena Middendorf. Nicht zuletzt bei den Vorbereitungen für die Landesgartenschau warte ein riesiges Tätigkeitsfeld bei dem Versuch, den öffentlichen Raum barrierefrei zu gestalten.

„Wichtig ist uns, zu betonen, dass Barrierefreiheit nicht nur Rollstuhlfahrern nützt, sondern allen Menschen.“ Und ganz wichtig sei auch, vor der Beseitigung von Barrieren im öffentlichen Raum die Barrieren im Kopf zu beseitigen.

Dazu beitragen sollte gestern die Einladung des Projektes zu einer Rollstuhlrallye. Die Teilnehmer erhielten die Aufgabe, einmal aus einem Rollstuhl heraus einen Bankautomaten zu bedienen, eine behindertengerechte Toilette zu finden oder auch ein Geschäft, in dem ein Rollstuhlfahrer eine ausreichend große Kabine findet, in der er ein Kleidungsstück probieren kann. Mit der Teilnahme am Fahrrad-Sonntag habe man, so Lena Middendorf, der Stadt die Hand reichen wollen in der Hoffnung, dass Eutin sich an der Aktion beteilige.

 

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erstellt am 05.Mai.2014 | 12:49 Uhr

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