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Ostholsteiner Anzeiger

21. Oktober 2017 | 00:27 Uhr

16 Vereine müssen zahlen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Kreisfußballverband hat am Wochenende Ordnungsgeldliste für fehlende Schiedsrichter verschickt

shz.de von
erstellt am 03.Aug.2015 | 12:10 Uhr

Wer sich bei der Förderung von Fußballschiedsrichtern ins Zeug liegt wird im Kreis Ostholstein belohnt, wer aber nicht für jede gemeldete Mannschaft mindestens einen Unparteiischen aufbieten kann muss in die Tasche greifen – oder geht sogar mit negativem Punktestand in die Saison. In Ostholstein verdienen sich acht Vereine einen Bonus von 50 oder 100 Euro, 16 Vereine müssen Strafen verkraften, davon gehen fünf mit minus drei oder minus sechs Punkten in die Saison. Der Kreisfußballverband (KFV) Ostholstein hat am Wochenende die entsprechende Mitteilung verschickt. Am härtesten trifft es den TSV Westfehmarn und den SC Cismar, beide gehen mit sechs Minuspunkten an den Start und müssen zudem je 375 Euro Ordnungsgeld berappen.

Der Maßnahmenkatalog wird im Paragrafen 9 der Spielordnung des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes festgelegt. „Es gibt fünf Stufen, in der ersten Stufe zahlt der Verein für jeden Schiedsrichter, den er zu wenig meldet, 125 Euro, im zweiten Jahr 250 Euro, verbunden mit einem Drei-Punkte-Abzug, im dritten Jahr 375 Euro und sechs Punkte Abzug“, sagt Heino Kornetzky, der dem Kreisschiedsrichterausschuss angehört. Insgesamt gibt es fünf Eskalationsstufen, die in letzter Konsequenz auch die Streichung von Mannschaften vorsehen. „Davon sind wir zum Glück noch weit entfernt“, stellt Kornetzky fest.

Jedes Jahr bietet der KFV im Januar einen Kursus für Schiedsrichteranwärter an. Das Mindestalter für die Teilnahme beträgt zwölf Jahre, so genannte „Zähl-Schiedsrichter“ müssen aber 16 Jahre und älter sein. Nach der Anwärterprüfung sammeln die angehenden Unparteiischen erste Erfahrungen als „Schiedsrichter auf Probe“. 16-Jährige dürfen mit Einverständniserklärung der Eltern bei den Erwachsenen in der Kreisliga als Assistenten an der Linie stehen. Sie können dann in der folgenden Saison für den Verein angerechnet werden.

Mit der Mannschafts- und Schiedsrichtermeldung, die die Fußballclubs bis zum 30. Juni jeden Jahres abgeben, ist der Fall aber noch nicht erledigt. Wenn ein Schiri in der laufenden Saison aufhört, die Leistungsprüfung nicht besteht, aus der Liste des KFV gestrichen wird oder umzieht, verfällt sein Platz. Damit wird unter Umständen eine Strafe fällig, es könnte sogar passieren, dass noch in der Serie nicht nur ein Ordnungsgeld, sondern auch ein Drei-Punkte-Abzug fällig wird. „Man sollte nicht nur Mannschaften melden, man muss sich auch um eine ausreichende Zahl von Schiedsrichtern kümmern“, sagt Heino Kornetzky.

Vorzeigeverein ist der MTV Ahrensbök, der sein Soll um zwei Spielleiter übererfüllt und 100 Euro Gutschrift bekommt, die mit anfallenden Ordnungsgeldern verrechnet werden. Mit je 50-Euro-Polstern gehen der TSV Dahme, SV Dissau, Eutin 08, der SC Kellenhusen in der SG Baltic, der TSV Malente, SV Neukirchen und die Sportvereinigung Putlos in die Saison. Der TSV Neustadt muss drei Minuspunkte und 500 Euro Ordnungsgeld verkraften. Mit 375 Euro werden der SC Cismar, Oldenburger SV und die JSG Fehmarn belastet. Mit 250 Euro werden die SG Insel Fehmarn Burg, der SV Göhl, SV Hansühn, SV Heringsdorf, TSV Pansdorf und FC Riepsdorf zur Kasse gebeten. Mit 125 Euro sind der BC Germania Altenkrempe, die Spielvereinigung Bujendorf, SV Großenbrode, SC Kabelhorst-Schwienkuhlen und die SG Fehmarn Landkirchen dabei.

Es habe einen schwierigen Fall gegeben, bei dem ein Verein einen Schiedsrichter gemeldet habe, der sich auf Weltreise begeben wolle. „Wir haben auch für dieses Problem eine Lösung gefunden“, sagt Kornetzky. Die Satzung habe da den nötigen Entscheidungsspielraum gelasen.

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