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Ostholsteiner Anzeiger

17. Oktober 2017 | 10:10 Uhr

Malente : 16 Meter tiefe Pfahlgründung nötig

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Marode Holzkonstruktion der Schwentine-Brücke an der Diekseepromenade soll durch ein stählernes Bauwerk ersetzt werden.

shz.de von
erstellt am 16.Dez.2015 | 18:28 Uhr

Die Planungen für einen Neubau der Schwentine-Brücke an der Diekseepromenade unmittelbar am ehemaligen Intermar-Hotel sind einen Schritt vorangekommen. Die bisherige Holzbrücke werde wohl durch eine Stahlkonstruktion ersetzt, kündigte Bauamtsmitarbeiter Karlheinz Spindler am Dienstag im Planungsausschuss an. Da die Qualität des Holzes immer schlechter werde, sei dies die dauerhaftere Lösung.

Spindler stellte auch die Ergebnisse der Bodenuntersuchungen vom September vor. „Die Mittel- und Endauflage entspricht nicht den Vorschriften“, erklärte er. „Die Pfähle müssten 16 Meter tief sein.“ Tatsächlich säßen diese jedoch nur sechs Meter tief im Boden. Dies geht offenbar aus der Statik der Brücke hervor, die mittlerweile im Archiv der Gemeindeverwaltung gefunden wurde. Für die Rammarbeiten sei eine 16-Tonnen-Rampe erforderlich, sagte Spindler. Damit diese eingesetzt werden könne, müssten mehrere Bäume gefällt werden, eine Genehmigung dafür liege bereits vor.

Die nicht nur für Fußgänger, sondern auch für Rettungsfahrzeuge gedachte Brücke sei bereits 1972 gebaut worden. Damit hat die Konstruktion ihre Lebensdauer offenbar mehr als erreicht: „Die Statiker haben festgestellt, dass die Brücke völlig verrottet ist“, erklärte Spindler.

Da der Neubau mindestens noch bis Sommer auf sich warten lassen wird, war im Planungsausschuss die Idee aufgekommen, bis dahin eine Behelfsbrücke zu bauen. Doch ein solcher Ersatzbau würde 30  000 Euro kosten, sagte Spindler.

Offen ist derzeit noch, ob die neue Brücke erneut als Dreifeldbrücke mit zusätzlicher Auflage in der Mitte der Schwentine oder als Einfeldbrücke mit lediglich zwei Auflagen an den Ufern ausgeführt werden soll. Hier müsse noch geprüft werden, welche Variante besser umzusetzen und kostengünstiger sei, erklärte Spindler. Anders als bei der alten Brücke müsse das Mittelteil der Brücke nicht mehr klappbar sein, sagte Spindler. Von dieser Anforderung habe der Wasser- und Bodenverband Schwentine abgesehen. Es sei schließlich auch nicht zu erwarten, dass dort ein Schiff fahren werde.

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