13. Internationales Treffen der Glassammler in Plön

Glas in verschiedenen Variationen ist am Sonntag vor dem Kreismuseum zu bewundern.
Glas in verschiedenen Variationen ist am Sonntag vor dem Kreismuseum zu bewundern.

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29. Mai 2015, 12:32 Uhr

Das 13. Internationale Flaschen- und Glassammlertreffen findet am Sonntag, 7. Juni, von 10 bis 13 Uhr auf dem Museumsvorplatz statt. Diese rein ehrenamtlich von Hella und Jürgen Böhrens seit 13 Jahren organisierte Veranstaltung ist nicht nur in Sammlerkreisen sehr beliebt.

Auch für Besucher ist der Markt ein Erlebnis. Zwischen den Sammlerstücken ist sicher auch für den Laien das ein oder andere interessante oder einfach dekorative Stück dabei. Zudem erhält man einen Einblick in die Sammelleidenschaft rund um den zerbrechlichen Werkstoff Glas.

In diesem Jahr haben sich wieder Gäste von nah und fern angekündigt. So kommen Glassammler aus Holland, Frankreich, Skandinavien und Osteuropa extra zu diesem Markt nach Plön, um zu tauschen, zu verkaufen, zu erwerben oder um Erfahrungen auszutauschen.

Warum in Plön? Hauptsammelgebiet des „Museums des Kreises Plön mit norddeutscher Glassammlung“ ist norddeutsches Glas. Die Glassammlung besteht aus Gebrauchsglas, das während des 17. und 19. Jahrhunderts in Schleswig-Holstein benutzt und produziert wurde. Seit 1575 kamen Glasmacher aus Hessen und Südniedersachsen nach Holstein, da hier das für die Glasherstellung notwendige Rohmaterial, vor allem Buchenholz, noch reichlich vorhanden war und gleichzeitig die Gutsbesitzer bestrebt waren, ihre Hoffelder auf Kosten des Waldes auszuweiten. So entstanden in dieser Gegend eine Vielzahl von Glashütten.

Es verwundert nicht, dass von einem der berühmtesten Glasmacher und Alchimisten des 17. Jahrhunderts folgender Ausspruch stammt: „Ja, in Hollstein...wird fast nichts als Asche und gar wenig Sand zum Glas gebraucht“. Gemeint ist Johann Kunckel, der um 1638 auf der Ascheberger Glashütte geboren und aufgewachsen ist.

Noch heute, nach über 300 Jahren, gilt Johann Kunckel als eine der bekanntesten und wohl bedeutendsten Persönlichkeiten der neueren Glasgeschichte. Sein Goldrubinglas war im Barock sehr beliebt und so ist das Museum stolz, nicht nur ein Teeköppchen, sondern auch eine Goldrubinflasche aus seiner Glashütte zu besitzen.

Neben dem Internationalen Flaschen- und Glassammlertreffen kann die derzeitige Sonderausstellung „Der Kleine Prinz – Le Petit Prince“ bei freiem Eintritt im Kreismuseum besichtigt werden. Für Kinder bietet Museumsleiterin Julia Meyer von 10.30 bis 12 Uhr eine offene museumspädagogische Aktion an. Angeregt durch den spektakulären Fund der weltweit ältesten Flaschenpost in der Kieler Förde, können sich bei ihr Kinder ihre eigene Flaschenpost gestalten und mit nach Hause nehmen.

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