124 neue Polizeimeister sind bereit

Die Jahrgangsbesten: (von links) Juliane Henk, Nils Magosch, Marius Jaeger, Saskia Jacobs, Timon Behrens, Philipp Jagelle, Tanja Grünheidt, Tim Berneike, Malik Imran Khokhar, Sabrina Behrens, Christoph Wittbrot, Nathalie Schön und Marc Lindenberg. Rechts: Jürgen Funk und Ralf Höhs. Fotos: Thomas Gründemann
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Die Jahrgangsbesten: (von links) Juliane Henk, Nils Magosch, Marius Jaeger, Saskia Jacobs, Timon Behrens, Philipp Jagelle, Tanja Grünheidt, Tim Berneike, Malik Imran Khokhar, Sabrina Behrens, Christoph Wittbrot, Nathalie Schön und Marc Lindenberg. Rechts: Jürgen Funk und Ralf Höhs. Fotos: Thomas Gründemann

Am 1. Februar treten die Nachwuchspolizisten in Polizeidienststellen und der 1. Einsatzhundertschaft der Eutiner Polizeidirektion an

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25. Januar 2015, 12:22 Uhr

Zweieinhalb Jahre haben sie während der Ausbildung auf das Ziel hingearbeitet: Jetzt wurden 124 Nachwuchspolizisten endlich erlöst. Im großen Saal des Maritim-Hotels erhielten die 30 Frauen und 94 Männer den Lohn für ihre Mühen und wurden in einem Festakt zu Polizeimeistern ernannt. Die jungen Beamten werden ab
1. Februar sowohl Einzeldienststellen im Lande als auch die 1. Einsatzhundertschaft der Eutiner Polizeidirektion (PDAFB) verstärken.

Von der Qualität des Nachwuchses zeigte sich Innenstaatssekretärin Manuela Söller-Winkler bei ihrer Festansprache überzeugt. „Die jungen Leute sind die Garantie, dass die Landespolizei ihre Aufgaben auch weiterhin professionell und engagiert wahrnimmt.“ Sie gab dem Polizeinachwuchs mit auf den Weg, wachsam und kritisch zu sein und sich stets gesunden Menschenverstand zu bewahren. Die Staatssekretärin ging auch auf den Terroranschlag in Paris ein. Söller-Winkler mahnte, die Werte einer freien und toleranten Gesellschaft zu verteidigen. „Wir dürfen uns nicht den Vorstellungen von Terroristen und Scharfmachern unterwerfen“, sagte sie. Die Sicherheitsbehörden seien insgesamt gut aufgestellt, um die Bevölkerung zu schützen. Jedoch könne es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen in einer freien, rechtsstaatlichen verfassten Gesellschaft keine absolute Sicherheit geben.

Kristof Ehlers ließ vor etwa 1000 Zuhörern fast im Stile eines Unterhaltungskünstlers die zweieinhalbjährige Ausbildung Revue passieren. „Wir sind glücklich, jetzt endlich richtige Polizisten zu sein“, erklärte der 25-jährige Neumünsteraner, der vor der Polizeiausbildung eine Lehre als Zahntechniker absolviert hatte. Dabei amüsierte der frisch gebackene Polizeimeister selbstbewusst und redegewandt das Publikum um Söller-Winkler und Landespolizeidirektor Ralf Höhs und entlockte ihm mit einer Fülle von Anekdoten von der Einstellungsprüfung bei der Landespolizei bis zum letzten Tag der Ausbildung diverse Lachsalven.

Anerkennend äußerte sich auch der verantwortliche Leiter der Fachinspektion Aus- und Fortbildung, Polizeidirektor Arne Dunka, zu den Ergebnissen des Jahrgangs. 142 Anwärter hätten im August 2012 ihre Ausbildung für den mittleren Polizeivollzugsdienst begonnen, von denen 124 nun am Ziel angekommen seien. Die Quote der Entlassungen habe mit neun Prozent der der vergangenen Jahre entsprochen. Vor allem aber im Berufspraktikum im Einzeldienst habe der Jahrgang mit einem hervorragenden Durchschnittswert von 11,4 Punkten bereits seine Eignung für die nun anstehende Verwendung im Funkstreifen- und Einsatzdienst beeindruckend bewiesen.

Landespolizeidirektor Ralf Höhs würdigte aber auch das Engagement der Ausbilder der Nachwuchspolizisten. „Sie haben einen richtig guten Job gemacht“, war Höhs voll des Lobes. Der Landespolizeidirektor war es auch, der gemeinsam mit Jürgen Funk, dem Chef der PDAFB, die 13 Besten des Jahrgangs mit einem Buchpreis auszeichnete, die ihre Ausbildung alle mit der Gesamtnote „gut“ beendeten. Hier lag Saskia Jacobs mit 12,61 Punkten an der Spitze vor Tanja Grünheidt (12,55) und Juliane Henk (11,87). Es folgten Marius Jaeger (11,82), Sabrina Behrens (11,36), Nils Magosch (11,32), Timon Behrens (11.19), Philipp Jagelle (11,13), Tim Berneike (11,11) sowie Malik Imran Khokhar (11,09), Christoph Wittbrot (11,07), Nathalie Schön (11,03) und Marc Lindenberg (11,01).

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