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1200 Stimmen dagegen: Kapelle auch Thema in Ratsversammlung

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers



Knapp 1200 Unterschriften hat die Schilkseer Bürgerinitiative gegen die
Erinnerungskapelle auf der Kuhwiese an der Steilküste schon gesammelt, Tendenz steigend.

„Unsere spontane Aktion hat so ein Ausmaß angenommen, dass wir jetzt sagen können: Schilksee steht hinter uns“, freut sich Mitinitiator Jürgen Falkenhagen. Er hatte gemeinsam mit Gesine Stück vom SPD-Ortsverein eine Unterschriftenaktion gestartet, kurz nach Bekanntwerden der Pläne, auf einem städtischen Grundstück im Landschaftsschutzgebiet, bei Einheimischen besser bekannt als Kuhwiese, eine Kapelle für die Opfer des Flugzeugabsturzes vom 1. Juni 2009 zu errichten (wir berichteten).

Die Schilkseer fühlten sich überrannt und zu spät in die Pläne einbezogen, die Anfang Dezember im Ortsbeirat von Fernanda von Oppersdorff, der Witwe des beim Unglück verstorbenen Architekten Moritz Kock, und Bürgermeister Peter Todeskino vorgestellt wurden.

Entsprechend fraglich finden sie den jetzt von der Stadt anberaumten Termin Mitte Februar zur Bürgerbeteiligung in der Sache.
Falkenhagen: „Todeskinos Standpunkt kennen wir schon, was will er uns denn Neues erzählen? Und wir werden unsere Meinung schon vorher beim mit Sicherheit gut besuchten Ortsbeirat noch in diesem Monat kundtun.“

Doch vorher ist die Kapelle noch Thema in der Ratsversammlung nächste Woche. Der ehemalige Hochbauamtsleiter Jens Jakobus will dann fragen, wie Todeskino „die planungs- und naturschutzrechtlichen Vorgaben überwinden will“, um die Kapelle zu bauen. Denn im Landschaftsschutzgebiet werde es keine Baugenehmigung geben. Todeskino hingegen wirbt weiter für den Niemeyer-Bau als „Kleinod in Kiel“ und „öffentlicher
Gedenkort zur Meditation“. Inwieweit die Fronten verhärtet sind, oder Kompromissbereitschaft herrscht, wird sich spätestens Donnerstag im Rat zeigen.





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erstellt am 09.Jan.2014 | 00:34 Uhr

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