Woltersmühlen : 1200 Meter zu weit?

Schulbusse steuern wegen Bauarbeiten den Ort Woltersmühlen nicht mehr an.

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22. September 2011, 11:58 Uhr

woltersmühlen | Nach dem Beginn von Straßenbauarbeiten, die den Schulbusverkehr einschränken, stehen Gemeinde und Kreis vor folgender Frage: Sind 1200 Meter, die Grundschüler zu einer Bushaltestelle zurücklegen müssen, zu viel? Wegen der Deckenerneuerung, die in fünf Wochen abgeschlossen sein soll, kann der Schulbus Woltersmühlen nicht mehr ansteuern. Die betroffenen Kinder - zwei Viertklässler und ein Zweitklässler - sollen deshalb die Haltestelle im benachbarten Kesdorf nutzen, knapp 1200 Meter entfernt.

Unzumutbar, sagen Eltern. Eine Mutter erklärte, dass vor allem das Passieren der Baustelle viel zu gefährlich sei. Eine Anfrage bei der Busgesellschaft NOB ergab, dass der Einsatz eines Kleinbusses, der trotz der Bauarbeiten möglich wäre, täglich 180 Euro (netto) kosten würde. Unzumutbar. Das war einhelliges Urteil von Gemeinde und Kreis.

Bei einer Ortsbesichtigung gestern morgen gewannen Bürgermeister Dirk Maas und Oscar Klose vom Planungsamt des Kreises den Eindruck, dass sich die Baustelle auf ausreichend breiten Banketten gefahrlos passieren lässt.

Zurzeit geprüft wird noch eine Idee aus der Gemeinde: Ein Kleinbus, der über Ekelsdorf fährt, könnte vielleicht einen Schlenker über Woltersmühlen machen. Wenn das kostenneutral geht, soll diese Lösung in den kommenden drei Wochen eingesetzt werden. Dann beginnen die Ferien, zu deren Ende auch die Straße fertig sein soll. Wenn die Kleinbuslösung nicht kommt? Klose: "Dann müssen die Kinder laufen. Oder Eltern bilden Fahrgemeinschaften."

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