"PlönBad" : 1200 "badfreie" Tage sind vorbei

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Für gut sechs Millionen Euro sanierte Schwimmhalle geht am Wochenende wieder in Betrieb. In der kommenden Woche gibt es besondere Angebote.

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20. September 2011, 11:59 Uhr

Plön | Mit strahlenden Mienen verkündeten Bürgermeister Jens Paustian und Schwimm-Meister Thorsten Timm gestern vor Journalisten, dass die Plöner endlich wieder eine Schwimmhalle haben. Von Sonntag, 25. September, 10 Uhr an, steht das "PlönBad" wieder der Öffentlichkeit zur Verfügung. In der Eröffnungswoche bis einschließlich Montag, 3. Oktober, ist das Bad täglich von 10 bis 18 Uhr (Kassenschluss 17 Uhr) geöffnet.

Die Phase ohne Hallenbad, die immerhin 1200 Tage währte, ist vorüber. Nach einer fast planmäßigen Bauzeit von rund 16 Monaten strahlt das vollständig sanierte und modernisierte Bad, dessen Ursprung aus den 1970er Jahren stammt, in neuem Glanz. Voraussichtlich 6,15 Millionen Euro wird das Bauprojekt kosten.

Noch aber liegt die Schlussabrechnung nicht vor, betonte Bürgermeister Paustian. Als Leuchtturmprojekt wurde die Sanierung mit 2,65 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II gefördert, weitere 660 000 Euro kamen von der EU aus dem Zukunftsprogramm ländlicher Raum. "Mit dieser Investition ist Plön nach vielen Jahren wieder in die Netto-Neuverschuldung geraten", so Jens Paustian, "aber dafür bekommen wir auch einen ordentlichen Gegenwert".

Die Bedeutung des Schwimmbades in Plön habe sich daran gezeigt, dass nirgendwo auswärts Zeiten für den Schwimmunterricht hätten gebucht werden können. "Plön übernimmt damit eindeutig eine Funktion für die Region", so der Bürgermeister.

Mit der grundlegenden Sanierung seien vor allem die energetische Sanierung, weitgehende Barrierefreiheit und eine Steigerung der Attraktivität verfolgt worden. Dampfbad und Kleinkinderbereich im Anbau seien Zeichen dafür. Das Schwimm becken sowie das Lehrschwimmbecken seien jeweils als Edelstahlbecken ausgeführt und würden auf 28 Grad erwärmt. Es gebe keinen Warmbadetag mehr.

Das Kleinkinderbecken ("Piratenland") wird auf 32 Grad aufgeheizt. Wärmebänke ermöglichen das "Wärmetanken" ebenso wie eine Dampfsauna, die durch geschickte Dekoration den Eindruck vermitteln soll, im Wald zu sitzen.

Eintrittskarten gibt es sowohl am Kassenautomaten als auch am Tresen von den Mitarbeitern. Im Eingangsbereich gibt es zudem einen kleinen Bistrobereich mit Kaffee, Kaltgetränken und Snacks. In der Eröffnungswoche gibt es ein Programm, das von Kursen wie Aquajogging bis zur Möglichkeit reicht, hinter die Kulissen (Technik) zu schauen, wie Schwimm-Meister Thorsten Timm ankündigte.

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