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10 von 17 Läden verkauften einer Minderjährigen Schnaps und Zigaretten

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ein bedenkliches Ergebnis brachten Alkohol-Testkäufe, die der Fachdienst Ordnung und Sicherheit des Kreises Ostholstein mit Unterstützung der örtlichen Polizei in Neustadt, Lensahn und Heiligenhafen in insgesamt 17 Geschäften vornehmen ließ: In zehn Läden seien einer Jugendlichen ohne Überprüfung der Altersangabe und damit widerrechtlich Alkohol und Zigaretten verkauft worden.

Ziel der Aktionen in den vergangenen Monaten sei es gewesen, Jugendliche und Kinder vor Alkoholkonsum zu schützen. Testkäufe hätten sich neben Jugendschutzkontrollen bei Festen als sinnvolle Maßnahme erwiesen, um dem Alkoholmissbrauch in der Jugendszene entgegen zu wirken, lautet das Fazit des zuständigen Fachdienstes und der Polizei. Aus diesem Grund werde man auch weitere Testkäufe machen.

Für die Testkäufe hatte der Fachdienst eine Minderjährige, die bei der Kreisverwaltung in der Ausbildung ist, als Testkäuferin eingesetzt. Sie sei während des Kaufes von Mitarbeitern des Fachdienstes begleitet worden.

Wenn sie alkoholische Getränke und Zigaretten bekommen habe, seien die Gegenstände im Geschäft zurückgegeben worden, außerdem sei mit dem Verkäufer und dem Geschäftsinhaber oder Marktleiter gesprochen und jeweils ein Bußgeldverfahren eingeleitet worden. Auf Privatpersonen oder angestellte Verkäufer, die Hochprozentiges und Tabakwaren an Jugendliche abgeben, könnten 250 Euro Bußgeld zukommen. Bei den Betreibern oder Gastronomen liege der Regelsatz zwischen 500 und 2500 Euro.

Alkohol- oder Tabaktestkäufe habe das Sozialministerium des Landes im vergangenen Jahr per Erlass ermöglicht. Unter strengen Auflagen seien Testkäufe von Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren zulässig. Die Testkäufer müssten Auszubildende der jeweiligen Kreise, Städte oder Gemeinden sein. Wichtige Mittel gegen den Schutz Jugendlicher vor Alkoholmissbrauch seien Prävention und Aufklärung. Dabei hätten in erster Linie Eltern, Freunde und das Umfeld von Jugendlichen eine Vorbildfunktion. In diesem Bereich arbeite der Kreis mit dem Präventionsbeauftragten der Polizeidirektion Lübeck, Jürgen Gertz, seit vielen Jahren erfolgreich zusammen. Neben der Aufklärung müsse aber auch daran gearbeitet werden, dass der Zugang zu Alkohol und Tabakwaren für Jugendliche erschwert werde.

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erstellt am 05.Nov.2014 | 14:07 Uhr

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