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10 000 Nordlichter für Gesundheitsstudie gesucht

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 20.Mai.2014 | 16:59 Uhr

Für die bundesweit größte Gesundheitsstudie aller Zeiten werden in den nächsten Monaten auch 10 000 Schleswig-Holsteiner gemessen, gewogen, gepiekst und befragt. Bundesweit sollen in 18 Forschungsstützpunkten insgesamt 200 000 Freiwillige untersucht und anschließend 10 bis 20 Jahre lang auf Krankheiten hin beobachtet werden. Die von ihnen gesammelten Daten und Bioproben wie Blut, Urin und Speichel sollen dann
zeigen, welche Faktoren Zuckerkrankheit, Krebserkrankungen, Arterienverkalkung, typische Alterserkrankungen oder Infektionskrankheiten beeinflussen.

Das nördlichste Studienzentrum für diese NaKo-Studie (National Kohorte) ist Kiel. „Wir hoffen auf eine große Unterstützung aus der
Bevölkerung“, sagte gestern Prof. Wolfgang Lieb. Nur mit umfangreichen Wissen sei es möglich, Volkskrankheiten früher zu erkennen und gezielter zu behandeln. Der Professor für Epidemiologie hofft auch Erkenntnisse über den Einfluss erblicher Faktoren, Umweltbedingungen und soziales Umfeld zu erlangen.

Zwischen 2013 und 2017 werden 10 000 freiwillige Teilnehmer von 20 bis 70 Jahren in Kiel einmal untersucht und erhalten dafür eine Aufwandsentschädigung von elf Euro. Ausgewählt werden diese durch eine Zufallsstichprobe aus den Einwohnermeldeämtern von Kiel, Preetz, Plön, Rendsburg, Eckernförde und Neumünster und umliegenden Gemeinden. Alle fünf Jahre wird die Untersuchung wiederholt. Kommentar Seite 21

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