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Ostholsteiner Anzeiger

22. Oktober 2017 | 03:18 Uhr

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

In einem Eilbrief an Vorstandschef Rüdiger Grube will Landrat Reinhard Sager die Deutsche Bahn AG davon abbringen, in der Elektrifizierung der Bestandstrasse die beste Lösung für die Schienenanbindung der festen Fehmarnbelt-Querung (FBQ) zu sehen. Zugleich betonte Sager gestern, dass das vom Kreis Ostholstein vorgeschlagene „2+1 Konzept“ den Güterzugverkehr durch die Bädergemeinden ausschließe.

„Eine Elektrifizierung der Bestandstrasse ist in dem in das Raumordnungsverfahren eingebrachte 2+1-Konzept gar nicht vorgesehen“, so Sager. Vielmehr sollten auf der eingleisigen Bestandstrasse ausschließlich Personenzüge mit Dieselbetrieb durch die Bädergemeinden fahren und eine gute Nahverkehrserschließung und touristische Erreichbarkeit der Orte sicherstellen. Der elektrisch betriebene Fern- und Güterverkehr solle hingegen über eine neue, zweigleisige und elektrifizierte Trasse geführt werden.

Der Landrat reagierte mit dieser Klarstellung auf die jüngst im FBQ-Dialogforum vorgebrachte Argumentation, wonach bei einer Diskussion der 2+1-Varianten zu berücksichtigen sei, dass die Bahn AG möglicherweise zunächst nur die Bestandstrasse elektrifizieren werde. Die damit verbundene Befürchtung: Dann könnten Güterzuge bis zu sieben Jahre nach Eröffnung des Fehmarnbelt-Tunnels ohne Lärmschutz durch die Bäderorte rollen. „Die jetzt entfachte Diskussion geht in eine völlig falsche Richtung“, betonte Sager.

Erst die Deutsche Bahn habe „völlig überraschend“ in ihrer kürzlich vorgelegten Analyse die Elektrifizierung der bestehenden Bäderstrecke im Zusammenhang mit den 2+1-Varianten in die Trassendiskussion eingebracht. Dies bedeute aus Sicht des Kreises eine Festlegung falscher Annahmen für die Bewertung der Trassenalternativen. Darauf habe der Kreis bereits die Landesplanungsbehörde hingewiesen.  


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