Zwischen Stille, Idylle und Golfspiel

Zur Weiterentwicklung der Golf-Anlage geschieht vieles in Eigenregie.
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Zur Weiterentwicklung der Golf-Anlage geschieht vieles in Eigenregie.

Stadum: Der Golf Club Hof Berg feiert am 28. Juli sein 25-jähriges Bestehen

shz.de von
23. Juli 2018, 16:51 Uhr

Nur nicht stehen bleiben – das hat der Golf-Club Hof Berg seit 25 Jahren als Verpflichtung angesehen. In diesem Sommer wird das Jubiläum der Vereinsgründung gefeiert. Die ersten Ideen zu einer Golfanlage im Langenberger Forst entstanden 1990, drei Jahre später wurden die Betreibergesellschaft und der Verein gegründet. Dies wird am Sonnabend, 28. Juli, mit einem Turnier um den NF-Cup gefeiert.

„Die Stille“, nennt Horst Hoff als ein charakteristisches Merkmal der 18-Loch-Anlage des GC Hof Berg. „Man hört kein Auto, nur Vogelgezwitscher“, so der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft. Der Golfplatz auf dem 86 Hektar großen Areal hat sich seit seiner Eröffnung im Mai 1997 deutlich verändert. Teile der Anlage waren damals schon von altem Baumbestand geschmückt, inzwischen sind anfangs freiere Flächen hübsch eingewachsen. Das nimmt dem meist präsenten Wind etwas von seiner Härte und fördert den vorherrschenden idyllischen Eindruck.

Betreibergesellschaft und Club wurden 1993 fast in einem Zug gegründet, viele der rund 640 Mitglieder sind Kommanditisten. Und so wundert es nicht, dass Harmonie und enge Zusammenarbeit gepflegt werden. Ein 30-köpfiger Förderverein setzt sich unter anderem für die Jugendarbeit ein. Und bei Vorhaben zur Weiterentwicklung der Anlage kann Horst Hoff ebenfalls auf die Mitglieder zählen. „Fast alles geschieht hier in Eigenleistung“, sagt der Geschäftsführer und nennt als Beispiel den demnächst entstehenden Wintergarten mit Dachterrasse am Clubhaus, bei dem ein Architekt und ein Statiker aus dem Verein helfen.

GC-Präsident Hans Jacobsen betont, dass neben den Veränderungen, die Spiel und Training betreffen, auch ständig an der Verschönerung der Anlage gearbeitet wird. Als Beispiel nennt er die Blumenpracht. „Wir haben in Zusammenarbeit mit der Stiftung Naturschutz die gefährdete Küchenschelle angesiedelt, 500 Sylter Rosen gepflanzt und 1200 Narzissen- und Tulpenzwiebeln gesteckt“, berichtet Jacobsen. Auch die Fontäne im Teich an Loch 18, die Bohlenwand im Bunker der Bahn 7, die Blitzschutzhütte am sechsten Abschlag oder die Ampel, die signalisiert, ob auf der 10 gestartet werden darf, sind einige aktuelle Beispiele.

Auch auswärtige Gäste, vor allem aus Skandinavien, kommen nach Stadum. Denn das Golfspiel beim GC Hof Berg verspricht Abwechslung und Herausforderung. Der dänische Architekt Bent Nielsen hat 1993 einen Platz entworfen, der auf den ersten Blick unterschätzt werden mag, dann aber schnell klarmacht, dass strategisches Spiel gefordert ist. Nielsen hat natürliche Vorgaben wie alten Baumbestand, Teiche und Entwässerungsgräben geschickt genutzt, so dass für die Spieler ständig Entscheidungen anstehen, wie der Ball am besten weiterzuspielen ist.

Der GC Hof Berg ist bemüht, noch bestehende Schwellenängste abzubauen. Anfängern wird der Einstieg auf vielfältige Weise geebnet. Dazu gehören Platzreifekurse, verbunden mit dem Spielrecht für die Restsaison, aber auch die „Rabbit“-Turniere, bei denen erfahrene Golfer die Neulinge als Zähler begleiten und mit vielen Tipps versorgen. Vize-Präsidentin Hardina Lemke nennt ein weiteres Beispiel: „Damit Neumitglieder schnell Anschluss finden, laden wir sie ein, mitzuspielen, wenn sich die Mannschaften des Clubs in Winterturnier untereinander vergleichen.“ Auch an „Loch 19“ kommt man sich schnell näher. Das zweigeschossige Clubhaus bietet einen Blick auf das Übungsgrün sowie auf die Bahnen 9 und 18. Bei der Gastronomie verzichtet der Club auf einen Pächter und betreibt die Verpflegung von Mitgliedern und Gästen selbst. „Dadurch können wir mit moderaten Preisen arbeiten und sind bei den Öffnungszeiten flexibel. Bei Bedarf ist auch mal länger geöffnet“, sagt Horst Hoff.

Am 5. August gibt es den nächsten Schnuppertag auf Hof Berg. Üben auf den Driving Range, ein Basiskurs beim Golflehrer Sebastian Lampe, Putten und erste Schritte auf dem Platz an der Seite von erfahrenen Mitgliedern gehören zum Gratisprogramm. Alle Golf-Interessierten seien willkommen, Hardina Lemke empfiehlt jedoch die vorherige Anmeldung im Sekretariat.

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