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Nordfriesland Tageblatt

14. Dezember 2017 | 22:24 Uhr

Zwischen Spitzen- und Breitensport

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Der TSV Rotweiß Niebüll bleibt mit 2100 Mitgliedern der größte Verein Nordfrieslands / Stadt ruft Vorstand zur Mannschaft des Jahres aus

shz.de von
erstellt am 25.Apr.2017 | 16:40 Uhr

Der Besuch war zwar nur spärlich. Dafür aber präsentierte sich der TSV Rotweiß Niebüll in seiner Jahreshauptversammlung in der FPS-Mensa als ein sehr lebendiger Verein, der in seinen 21 Sparten ein umfangreiches und vielfältiges Programm zu bieten hat, das Jung und Alt in Bewegung hält.

Vereinsvorsitzender Hans Thiesen sieht im Fokus des Vereinszwecks zwar den Breitensport. Aus diesem jedoch heben sich zwei Sportarten heraus, die den Leistungssport zuzurechnen sind. Dank des Trainer-Ehepaares Anita und Heinz Carstensen sind es zurzeit die Jugendturnerinnen als amtierende Landesmeister. Und unter Ernst und neuerdings Tochter Kirsten Hinrichsen zählen die Schwimmer zu dem den Spitzenathleten im Lande. Und der TSV hat auch einige besondere Daten in seiner Chronik. Mit seinem Alter von 128 Jahren (als MTV, FC und TSV) ist der Verein ältester Sportverein in Südtondern und mit seinen über 2100 Mitgliedern größter in Nordfriesland.

Als Neuheit kommt hinzu, dass der TSV Rotweiß gegenwärtig auch einen Beitrag zur Integration leistet, wie Hans Thiesen in seinem Jahresbericht anklingen ließ, und sich um soziale und kulturelle Unterschiede nicht schert. Über den Sport vermittle der TSV Werte, schaffe Gemeinsamkeiten, überbrücke Sprachbarrieren und verbinde Menschen aus verschiedenen Nationen. „Wir begründen Kontakte und Freundschaften“, rundete er ab.

Erklärtes Ziel des TSV sei nach seinen Worten auch, sich als moderner und attraktiver Verein zu präsentieren. Als nötige „Zutaten“ dazu nannte er Sachkompetenz, Kapital und nicht zuletzt Trainer, Helfer und engagierte Eltern sowie Führungskräfte, Sponsoren und eine sportfreudige Stadt. Thiesen erinnerte daran, dass der Verein über die letzten Jahre hinweg seine Mitgliederzahl halten konnte, wenngleich sich in den vergangenen drei Jahren eine Fluktuation im Rahmen von 1200 Mitgliedern bewegte. „Wo andere Vereine einen Rückgang beklagen, sind wir zufrieden“. Den vielen Hilfen von außen übermittelte Thiesen Dankesworte.

Als Höhepunkte 2016 nannte der Vorsitzende den 22. Stadtlauf, die Inbetriebnahme des Kunstrasenplatzes, dem 10. Goallegen-Cup und die vom TSV unterstützte Stadtranderholung. An der Trainingsadresse in der Schmiedestraße gab es akustische Verbesserungen. Bei diesen Maßnahmen halfen der Windpark, die Staacken-Stiftung, die Nospa, VR-Bank, der KSV und vor allem die Stadt. Im Schulzentrum befindet sich Sporthalle I im Umbau. Für Abriss und Neubau der Südtondernhalle sind die Weichenstellungen im Gange.
TSV-Schatzmeister Maik Feddersen erläuterte den Haushalt 2016. Auf der Einnahmenseite dominierten die Beiträge der Mitglieder in Höhe von 229  550, Spenden von 91 000 und ein Zuschuss für das Hallenbad von 66  000 Euro – und auf der Ausgabenseite die Sparten Schwimmen (190  000), Fußball (101  000) und Tennis (85  000 Euro). Zur Finanzsituation erklärte Feddersen auf Anfrage: „Wir kommen klar, bleiben aber weiterhin auf Zuschüsse angewiesen.“

Die Vorstandswahlen verliefen wie folgt: Wiedergewählt wurden Hans Thiesen (Vorsitzender), Astrid Conradi (2. Vize-Vorsitzende) sowie die Fachwarte Wilfried Carstensen (Ballsport), Daniela Weißenbruch (Individualsport) und Wolfgang Siegfried (Heim/Stadion). Neuwahlen gab es für Michael Wichmann (Hauptsportwart), Renate Frank (Volontärin) und Petra Beiersdorf (Ältestenrat).

Natürlich wurden auch verdiente Sportler geehrt – ohne sie ist ein aktives und erfolgreiches Vereinsleben nicht möglich. Die Mannschaft des Jahres bilden die Turnerinnen (amtierende Landesmeister); Sportler des Jahres wurden Mandy Scheel (Fußball) und Lukas Nielsen (Schwimmen); Familie des Jahres sind Franziska und Friedhelm Carstensen mit Sohn Niels. Als Übungsleiterin wurde Astrid Jürgensen ausgezeichnet, die Goldene Ehrennadel erhielt Dieter Christiansen; die Goldwiederholungen des Sportabzeichens meisterten Ute Schmalfuß, Britta Buchholz, Horst Hellmich, Frerk Thiesen. Niebülls stellvertretender Bürgermeister Bernd Neumann rief den TSV-Vorstand namens der Stadt zu deren „Mannschaft des Jahres aus.“

Was auch noch Erwähnung fand: Über einer Ausrüstervertrag können Mannschaften und Aktive des TSV in einem örtlichen Fachgeschäft kostengünstig zu Sportkleidung kommen. Moritz Steiner wurde für die von ihm gepflegte Homepage gelobt.



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