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Zwischen Orient und Okzident: Lesung mit Ali Ghazanfari

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

von
erstellt am 22.Apr.2015 | 15:18 Uhr

Ali Ghazanfari ist am Dienstag, 28. April, zu Gast im Pastorat Ladelund (Dorfstraße 43). Der Schriftsteller, Dozent, Übersetzer und Manager aus Teheran liest aus seinen Gedichtbänden „Und auch die Steine reden“ sowie „Falsche Züge“. Für die musikalische Begleitung sorgt Guido Wandrey auf seiner Laute. Nach der Lesung sind im benachbarten Antiquariat „Bücher ohne Grenzen (B.O.G.)“ (Dorfstraße 45) ein Empfang und Gespräche mit Ali Ghazanfari geplant. Gereicht werden Tee aus dem Samowar und persische Süßigkeiten. Veranstalter ist „Kunst baut Brücken – Morgenland trifft Abendland“ (Hafis Gesellschaft, Hamburg) mit Unterstützung durch Bücher ohne Grenzen (B.O.G.), die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Ladelund sowie die Husum Druck- und Verlagsgesellschaft.

Ali Ghazanfari hat verschiedene deutschsprachige und persische Gedichtbände sowie Romane und Kurzgeschichten verfasst. 2008 wurde seine Farsi-Übersetzung von Friedrich Schillers Theaterstück „Turandot“ vom Haus der Literaten in Iran als Buch des Jahres ausgezeichnet. Er übersetzte klassische persische Dichter wie Hafez, Saadi und Rumi ins Deutsche. 2014 legte er sein Mammutwerk für Leser in Iran vor: die zweisprachige deutsch-persische Anthologie „Deutsche Lyrik von den Anfängen bis zur Gegenwart“. Wie ein roter Faden ziehen sich durch seine Gedichte immer wieder die Themen Frieden, Freundschaft und Liebe. Mit seinen teilweise melancholischen, nachdenklich stimmenden und geistreichen Gedichten und Wortspielen und Erzählungen trifft er mitten ins Herz des Lesers.

Geboren in Shemiran/Iran machte Ghazanfari sein Abitur in Teheran und studierte anschließend in Frankfurt sowie Berlin Mineralogie und Eisenhüttenkunde. Nach dem Studium kehrte er in seine Heimat Iran zurück, war unter anderem Geschäftsführer bei Thyssen-Krupp und heute bei Bergrohr Iran. Nach dem Motto Wandel durch Handel versteht er sich auch als Geschäftsmann als Brückenbauer zwischen Orient und Okzident in der Hoffnung, dass Fremd-sein in den Köpfen auch abgebaut wird durch Begegnungen der Menschen auf wirtschaftlichem Gebiet.

Als Schriftsteller und Dichter geht es ihm stets um die Begegnung der Kulturen und um Völkerverständigung und er macht deutlich, wie wichtig es insbesondere in einer globalisierten Welt ist, Mauern niederzureißen und einander die Hand zu reichen, Gemeinsamkeiten zu erkennen und Unterschiede zu akzeptieren. „Die von ihm errichteten wirtschaftlichen und kulturellen Brücken mögen so tragfähig werden, dass sie auch von der Poltik in Ost und West beschritten werden, um für ein friedliches Zusammenleben der Völker zu sorgen“, heißt es in der Ankündigung. Ali Ghazanfari sieht sich als Dichter in der Pflicht mit seiner Lyrik gesellschaftliche, politische und soziale Aspekte seines Landes und die der Welt anzusprechen und sich deutlich für Gerechtigkeit, Freiheit und Menschlichkeit einzusetzen.

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