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Nordfriesland Tageblatt

19. August 2017 | 17:18 Uhr

Kindertheater : Zwei ungleiche Freunde

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Dresdner Puppentheater „August der Starke“ zeigt Pettersson und Findus im Niebüller Rathaus

Wenn sich Herr Pettersson und sein Kater Findus für einen Besuch in Niebüll ankündigen, sind ihnen ein hackevoller Sitzungssaal im Rathaus und eine gut gelaunte Rasselbande mitsamt einer permanent schmunzelnden Elternschar sicher.

Grigorij und Randi Kästner-Kubsch vom Dresdner Puppentheater „August der Starke“ sind fast schon Stammgäste in Niebüll. Das hat seinen Grund auch darin, dass Büchereichef Ronald Steiner einen Narren am Katzenfreund und seinem Quälgeist gefressen hat. Und außerdem gehören Sven Nordqvists Bücher zur „Stammliteratur“ vieler Kinderstuben. Was liegt der gastgebenden Stadtbücherei näher, als die Dresdener Puppenspieler immer wieder nach Niebüll einzuladen – 2014 zum dritten Mal. Als echte Profis dieses wunderbaren Metiers wissen sie meisterhaft auf der Klaviatur der guten Laune zu klimpern und Kinderherzen zu erfreuen.

Was war dieses Mal los in der malerischen Hütte des Herrn Pettersson? Es hieß, sein Kater werde umziehen. Herr Pettersson schätzte einen geruhsamen Schlaf. Und Findus? Der hippelige Kater, der seinen Platz am Fußende des Bettes seines Herrn hatte, beliebte in aller Herrgottsfrühe im Bett zu hüpfen und dabei laut zu tönen, obwohl er gelobt hatte, den Alten schlafen zu lassen. Dieser ermahnte ihn. Darauf Findus: „Dann ziehe ich um.“ Neue Bleibe wurde das Plumpsklo, das einzurichten Herr Pettersson mithalf. Findus bekam es zwar gemütlich. Doch bald beschlichen ihn Ängste wegen des umherschleichenden Fuchses. Er fand, dass es bei Herrn Pettersson doch schöner und sicherer sei. Womit schnell wieder alles wie vorher war.

Natürlich durften in dieser Geschichte die lustigen Intermezzi mit den gackernden Hühnern und anderem Getier nicht fehlen. Die Zeit verging wie im Fluge. Eine weitere Geschichte von einem gutmütigen alten Herrn, einem kleinen putzmunteren Quälgeist und einer großen Freundschaft wurde begeisternd gespielt und meisterhaft erzählt. Für die beiden Dresdener Schauspieler war es die dritte Geschichte von Findus und Herrn Pettersson, die sie in Niebüll aufführten – und mit Sicherheit nicht die letzte.

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