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Nordfriesland Tageblatt

17. Oktober 2017 | 06:27 Uhr

Zwei Schulstandorte sorgen für hohe Kosten

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

shz.de von
erstellt am 26.Feb.2014 | 11:24 Uhr

Kann sich der Schulverband Südtondern-Nord eine Schule mit zwei Standorten leisten? Diese sensible Frage kam in der 3. Verbandssitzung unter dem Vorsitz von Bürgermeister Friedhelm Bahnsen auf den Tisch. Anlass, dieses Thema anzugehen, boten die von Peter Carstensen (Amtskämmerei) vorgelegten Zahlen über die Unterhaltungs- und Betriebskosten für die beiden Schulen: die Emil-Nolde-Schule (ENS) in Neukirchen und die Matthias-Claudius-Schule (MCS) im Süderlügumer Ortsteil Wimmersbüll. Die Kämmerei addierte aus dem Jahr 2013 für beide Schulstandorte Gesamtkosten von 302 000 Euro, von denen 145 000 auf die MCS entfallen. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 321 000 Euro mit einem Anteil von 149 000 der MCS. Allerdings waren für beide Schulen Dachsanierungen für 40 000 in Neukirchen und 66 000 in Wimmersbüll zu berücksichtigen.

„Aus diesen Zahlen ist zu folgern, dass wir Kosten reduzieren müssen, um die Gemeinden zu entlasten“, erklärte Verbandsvorsteher Bahnsen. Doch neben einer Einsparung gelte es auch, die Qualität der Regional- und späteren Gemeinschaftsschule zu erhalten, fügte er hinzu. Wie auch immer eine Entscheidung ausfalle, so seien die Eltern in diesen Prozess einzubinden, blickte Bahnsen zu den nur spärlich besetzten Zuschauerplätzen. „Wir haben die Eltern zu dieser Sitzung eingeladen“, erklärte er. Doch es waren nur einige wenige erschienen.

Die Schule an nur einem Standort zu betreiben sei einfacher, meinte Bahnsen. „Bei nur einem Standort nimmt die Qualität zu“, sagte Bürgermeister Peter Ewaldsen, der für einen „sanften Übergang“ und die Berücksichtigung aller Belange plädierte – die Frage der Schülerbeförderung inklusive. „Es müssen sich jetzt alle bewegen. Unser Ziel sollte eine gute Schule sein.“ Darüber hinaus forderte Ewaldsen zu Überlegungen auf, die jetzige Lösung mit mehreren Schulverbänden zugunsten nur eines Schulverbandes in Südtondern zu überdenken.

Mit dieser Forderung stieß er auf offene Ohren bei Amtsdirektor Otto Wilke, der sich diese Thematik auf die Agenda seiner zweiten Amtszeit gesetzt hat. Die nötigen Schritte, die zur Lösung der Standortfrage führen sollen, soll jetzt eine Arbeitsgruppe vorbereiten, die sich aus dem Hauptausschuss, der Schulleitung und Elternvertretung zusammensetzt.

In einem weiteren Punkt holte die Verbandsversammlung eine Pflichtübung nach, indem sie Haushaltsüberschreitungen von 245 600 Euro aus dem Jahr 2012 und dem Abschluss dieses Jahres zustimmte. Verbandsvorsteher Bahnsen teilte mit, dass die Schulleiterstelle ausgeschrieben sei.

Die Schulleitungen informierten über das Geschehen an ihren Schulen. Rektorin Maike Kosbü-Hermann (GS Süderlügum) berichtete von einem Anstieg der Schülerzahl von 134 auf 138. Das zurückliegende Halbjahr sei „geschafft“ und die Eltern zufrieden, die Schulsozialarbeit allerdings zurzeit in der Schwebe.

Konrektorin Petra Christiansen (RgS) kündigte das geplante Projekt „Nordfriesland“ an, ferner die nächsten Betriebspraktika, eine Suchtprävention sowie die Aufnahme von Kontakten zu ein südafrikanischen Partnerschule.

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