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Nordfriesland Tageblatt

23. August 2017 | 14:10 Uhr

Zweckverband als neuer Schulträger

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Das Amt Südtondern gibt die Trägerschaft für die Friedrich-Paulsen-Schule ab: Ein Zusammenschluss der Gemeindechefs soll übernehmen.

Nach nur fünf Jahren muss das Amt Südtondern die Trägerschaft für die Friedrich-Paulsen-Schule (FPS) wieder abgeben. Das sieht die aktuelle Amtsordnung des Landes Schleswig-Holstein vor. Danach dürfen es nicht mehr als fünf Aufgaben sein, die das Amt für ihre Kommunen wahrnimmt. „Wir hatten bisher acht solcher Aufgaben“, berichtete Amtsdirektor Otto Wilke in der 2. Sitzung des Schulausschusses der FPS unter dem Vorsitz von Bosbülls Bürgermeister Ingo Böhm.

Drei Aufgaben wird das Amt jetzt einem Zweckverband übertragen. Das sind der Brandschutz in den Gemeinden Westre, Ladelund und Bramstedtlund, die Abwasserbeseitigung und als dritte die Trägerschaft der FPS. Letztere wechselt zum Ablauf dieses Jahres zu einem Schulverband, dem aller Voraussicht nach die 30 Bürgermeister aus dem Amtsbereich und die beiden Bürgervorsteher aus Leck und Niebüll angehören werden.

Diese Änderung basiert auf einer Feststellung des Landesverfassungsgerichts, nach der Ämter keine Aufgaben wahrnehmen dürfen, die einer demokratischen Legitimation entbehren. Ausgehend von dieser Entwicklung steht zu erwarten, dass es in absehbarer Zeit durchaus auch einen Gesamtschulverband für die Schulen in Südtondern geben kann.

Im Mittelpunkt der Sitzung stand der Bericht des Schulleiters der FPS, Oberstudiendirektor Manfred Wissel, mit einer Vielfalt von Informationen, Daten und Zahlen. Eine für die Schule erfreuliche Zahl ist die der nächsten Schulanfänger. Danach liegen der Schule 158 Anmeldungen (Vorjahr 134) für einen sechszügigen Start des fünften Jahrgangs vor. Zuvor hatte sich die FPS den Eltern von Viertklässlern aus Niebüll, Leck und Bredstedt vorgestellt – „und gesagt, wie es auf einem Gymnasium läuft“. Gut gelaufen sei in diesem Schuljahr die Offene Ganztagsschule, zu der sich im ersten Halbjahr 530 und im zweiten 569 Schüler anmeldeten. Nicht gut gelaufen ist die „Internationale Klasse“ (vormals Europaklasse) der FPS mit dem Nachbargymnasium Tondern. „Diese Klasse ist zusammengebrochen“, berichtete Wissel, „nachdem dänische Schüler aus der Klasse ausschieden.“ Er führte Fachvergleiche mit krassen Unterschieden (wie etwa in Mathematik) an und kam zum Ergebnis, dass die Systeme nicht zusammenpassen. Fakt ist, dass es zum nächsten Schuljahr keine gemeinsame Klasse geben wird. Gleichwohl sei man beiderseits auf der Suche nach Alternativen für eine weitere Zusammenarbeit.

Als besonders wichtig bezeichnete der Schulleiter die Schulsozialarbeit. Wissel nannte Themen wie häusliche Gewalt, Mobbing, Sucht, Drogen, Schwellen- und Prüfungsängste, mit denen die Sozialarbeiterin befasst ist. Die Schulsozialarbeit hat ihren Preis. Für 2014 kostet sie bei der FPS 48 500 Euro. Der Kreis steuert Bundesmittel von 18 220 Euro bei, die restlichen 30 280 Euro das Amt.

Die Mensa der FPS verkaufte im vergangenen Jahr 25 606 Portionen Mittagessen, das sind 146 im Schnitt pro Öffnungstag und fünf Prozent mehr als 2012. Seit Februar ist die Mensa für externe Gäste geöffnet, die 5,90 Euro pro Essen zahlen und pro Woche im Schnitt 15 Mal „zu Tisch“ kamen. Schnuppertage in der zweiten Mai-Woche ergaben einen Verkauf von 83 Mittagessen. Die Rückmeldungen der externen Gäste seien positiv gewesen. Auch das Preis-Leistungsverhältnis habe gestimmt, berichtete Tobias Wahrenburg, der Geschäftsführer des Küchenbetreibers.



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erstellt am 23.Mai.2014 | 10:00 Uhr

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